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Besessene Zombies

30. Oktober 2015

Halloween ist wieder da!!!! Yeah!!! Als großer Fan und Befürworter dieser „wunderbaren“ Tradition (NOT!!!) komme ich natürlich auch nicht drum herum, Euch ein bisschen mit Horror-Gedöhns zu belästigen. Es bietet sich halt wunderbar an – und an einem dieser Halloween-Tage werde ich mich auch mal an die „Halloween“-Filme setzen. Aber da das ja auch immer ein bisschen zu offensichtlich ist, bekommt ihr dieses Mal Zombies von mir… jede Menge Zombies.

Mit Zombies ist das ja immer so eine Sache… besonders wenn es um die Definition geht bzw. wie sie dazu gekommen sind, untote Hirnfresser zu werden. In George A. Romeros Klassiker „Night of the Living Dead“ ist es ja bekanntlich irgendeine Art kosmischer Strahlung, die die Toten wieder aufstehen lässt… manchmal ist es Voodoo-Magie oder irgendwelche Viren. Aber was mir bis jetzt noch nicht über den Weg gelaufen ist, sind besessene Zombies.

In der spanischen Filmreihe [REC] bekommen wir aber genau das. Da gibt es keine Strahlung, keine Viren, sondern einen Dämon, der irgendwie Zombies erschafft… wie genau und warum, weiß ich leider nicht, denn das ist das größte Problem der vierteiligen Reihe: diese ganze Background-Geschichte ist etwas schwammig…

[REC]

Der erste Teil der Reihe stellt uns die Reporterin Angela (Manuela Velasco) vor, die mit ihrem Kamera-Mann ein Feuerwehr-Team bei einem nächtlichen Einsatz begeleitet. Doch in dem Haus, in das sie kommen, treffen sie allzu bald auf Menschen, die andere Menschen anknabbern… weswegen das gesamte Haus unter Quarantäne gestellt wird.

Das Bruce-Willis-Gedächtnis-Unterhemd musste sein!

In bester Found-Footage-Manier bietet „[REC]“ Kopfschmerz-Kino pur und ist aber trotzem ein recht spannender Film, da die beiden Regisseure Jaume Balaguero und Paco Plaza es gekonnt hinbekommen, dass enge und unvertraute Setting des Wohnhauses auszunutzen. Treppen und Türen und dunkle Flure – wenn man nicht weiß, was einen erwartet, ist das immer noch das beste Kopfkino. Aber neben Kopf-Kino gibt’s auch ordentlich Blut, also für jeden Horror-Fan ist gesorgt.

Wie schon gesagt, die Wackelkamera ist in diesem Film echt extrem, was dem ganzen „Genuß“ des Films etwas im Weg steht… aber wir wollen nicht zu sehr meckern, denn „[REC]“ ist schon recht unterhaltsam…

Interessanterweise ergeht es „[REC]“ aber wie den meisten Found-Footage-Horrorfilmen: Die letzten zehn Minuten sind dann doch wieder das spannendste am ganzen Film. Da ist man dann wirklich erst einmal platt und braucht ein wenig, um sich wieder zu beruhigen.

Wertung: 8 von 10 Punkten

[REC 2]

Da das Ende des ersten Teils ja einen schönen Cliffhanger bietet, muss so ein zweiter Teil wohl einfach sein. Naja, darüber kann man immer streiten… der Erfolg von „[REC]“ hat es möglich gemacht… Interessanterweise spielt der Film quasi noch zur gleichen Zeit wie der erste Teil – nur ein kleines bisschen zeitversetzt. Jetzt muss eine Art spanisches S.W.A.T.-Team ran und in das Haus eindringen.

Die Polizei – dein Freund und Helfer

Teil 2 folgt halt einfach dem klassischen Thema – Fortsetzung bedeutet mehr von irgendwas. Deswegen also knallharte Bullen, die mit ordentlich Waffengewalt ins Haus stürmen. Das wäre ja noch irgendwie okay, weil selbst die Burschen in den engen Fluren nur schwer ein auf Macho machen können, aber dann versuchen die Regisseure Balaguero und Plaza noch eine zweite Story um eine Gruppe von Teenagern einzuflechten. Das wirkt extrem erzwungen… nach dem Motto: „Wir hatten sonst keine wirkliche Idee und hätten den Film nach 50 Minuten enden lassen müssen.“

Immerhin gibt es zwei leichte Verbesserungen: A) Die Wackelkamera ist ein wenig erträglicher als im ersten Teil und B) wird der Versuch gestartet, diese ganze besessene Zombie-Sache ein wenig besser zu erklären… was aber auch nicht so wirklich funktioniert, weil selbst das für eine Zombie-Story ziemlich an den Haaren herbeigezogen ist.

Somit ist „[REC 2]“ wie jede andere Horror-Film-Fortsetzung: Nett, aber eigentlich auch unnötig.

Wertung: 5 von 10 Punkten

[REC 3] Genesis

Der dritte Teil einer jeden „anständigen“ Horror-Film-Reihe ist ein Prequel. Der Teil, in dem wir erfahren, warum unser Killer der Killer wurde oder in diesem Fall, warum ein Dämon uns mit besessenen Zombies quält. „[REC 3] Genesis“ ist… ja, ist was genau???

Bis das der Zombie uns scheidet

Der Film spielt zur gleichen Zeit wie Teil 1, nur an einem anderen Ort in der gleichen Stadt in der gleichen Nacht. Dieses Mal machen die Zombies die Hochzeit von Clara (Leticia Dolera) und Koldo (Diego Martin) unsicher.

Teil 3 ist ein Film mit vielen, vielen Fragezeichen, hat er doch mit seinen Vorgängern nicht mehr wirklich viel gemeinsam. Man verzichtet (Gott sei Dank) auf die Wackelkamera, aber auch auf jegliche Anbindung zu den Vorgängern. Letztendlich ist „[REC 3]“ ein stinknormaler Zombie-Film, in dem man statt scharfer Gegenstände auch Bibelkenntnisse gegen die Hirnfresser einsetzen kann.

An sich ein stimmiger Zombie-Film, nur halt einer, der nicht in diese Reihe passt. Da hätte ich mir dann doch lieber ein richtiges Prequel gewünscht, um endlich mal zu verstehen, was es mit diesem Dämon nun wirklich auf sich hat.

Wertung: 5 von 10 Punkten

[REC 4] Apocalypse

Nicht nur das „Apocalypse“ erinnert ein wenig an „Resident Evil“, sondern auch das ganze Szenario auf einem Schiff und eine Manuela Velasco, die in diesem Teil ein bisschen fieser drauf ist und in bester Milla-Jovovich-Manier den Zombies in den Hintern tritt.

Und da ist das schicke Unterhemd wieder 😉

Teil 4 setzt am zweiten Teil an, sodass man den dritten Teil eigentlich sehr gut ignorieren könnte… Gleichzeitig soll Teil 4 (angeblich) auch der Abschluss der „[REC]“-Reihe sein… blöd nur, dass am Ende des Films alle losen Fäden, von denen es in dieser Reihe ja eine Menge gibt, einfach liegen bleiben. Wir erfahren einmal mehr… nichts!

Immerhin ist Teil 4 ohne Wackelkamera und sogar recht spannend. Als normaler Zombie-Streifen – Zombies auf dem Boot oder so – wäre „[REC 4]“ noch unterhaltsamer. Aber weil man immer noch was von der eigentlichen Reihe erwartet, ist es auch eine kleine Enttäuschung.

Wertung: 6 von 10 Punkten

Schauen wir mal, ob das hier wirklich schon das Letzte war, was wir von besessenen Zombies und Manuela Velasco gesehen haben… aber erst einmal reicht uns ja die „[REC]“-Reihe an sich.Insgesamt ist die „[REC]“ halt ganz nett. Wenn man das mit dem Dämon und den Zombies noch ein bisschen besser ausgebaut hätte, wäre es sogar richtig interessant gewesen. Falls ihr für Halloween also noch was braucht, um Kinder zu verärgern, seid ihr hier genau richtig. Ob nun [REC] oder was anderes, maxdome hat zu Halloween eine große Bandbreite an Filmen, darunter eben auch die hier vorgestellte [REC]-Reihe.

In diesem Sinne: Happy Halloween! Süßes, sonst gibt’s Saures und was alles sonst noch so dazu gehört!!!!

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14 Kommentare leave one →
  1. 30. Oktober 2015 09:54

    Ich kenne nur den ersten Teil der Reihe. Den fand ich gut. Aber wie du schon sagtest, war das Gewackel der Kamera in diesem Film so schlimm, dass ich zum ersten Mal Kopfweh bekam und mir schwindlig wurde. Das ist mir vorher noch nie passiert.

    • donpozuelo permalink*
      30. Oktober 2015 11:33

      Das mit den Kopfschmerzen geht bei mir und Found-Footage-Filmen eigentlich immer sehr schnell. Die höllischsten hatte ich echt damals bei „Blair Witch Project“. Und das zieht sich dann immer so mit durch… weswegen ich Found Footage eigentlich gerne meide…

  2. 30. Oktober 2015 10:36

    Daumen hoch für Bruce-Willis-Gedächtnis-Unterhemden! XD Würde ich mich an Halloween aus dem Haus begeben, wäre das glatt mal ne Verkleidungsoption. 😉

    • donpozuelo permalink*
      30. Oktober 2015 11:31

      Das wäre doch wirklich mal was!!! Obwohl es dann nicht unbedingt gruselig wäre… 😀

      • 30. Oktober 2015 11:56

        Hm.. Mit einer Fake-Glatze dazu vielleicht 😀 Ich finde diese Gummidinger sehen immer sehr wäh aus, das zählt doch fast als gruselig, oder? ^^
        Oder man macht einen Zombiejäger/Vampirjäger-Bruce draus oder so. Mit Silberkugeln und Knoblaub um den Hals…^^

        • donpozuelo permalink*
          30. Oktober 2015 12:32

          Uh.. ja… das ist schon wieder cool… und gleich noch eine neue Idee für den nächsten „Stirb Langsam“-Film 😀 Ein Hochhaus voller Zombie-Vampire und Bruce Willis macht die Schweinebacken alle kalt

        • 30. Oktober 2015 12:40

          XD XD „Yippieh-yah-yeah, untote Schweinebacke!“
          Dann hab ich ja mein nächstes Kostüm und du ein Drehbuch, dass du bei den Stirb Langsam Produzenten einreichen kannst. 😉

        • donpozuelo permalink*
          30. Oktober 2015 14:29

          Es kann ja eh nur bessern werden als der letzte Teil. Und Vampire und Zombies sind ja eh angesagt. Warum also nicht? 😀

        • 30. Oktober 2015 14:39

          Ich werde nach den Filmplakaten dazu Ausschau halten und mich zur Premiere angemessen verkleiden! 😉

        • donpozuelo permalink*
          30. Oktober 2015 14:49

          Pfff… du bist natürlich als Ehrengast eingeladen. 😉

        • 30. Oktober 2015 16:40

          *~* yaaaaayy!

  3. 30. Oktober 2015 11:18

    Ich kenne nur den ersten Teil, den mochte ich aber und fand das Finale unglaublich unheimlich. Wuah!

    • donpozuelo permalink*
      30. Oktober 2015 11:32

      Jupp… das Finale vom ersten ist wirklich unheimlich. Hatte so ein bisschen was von dem Finale aus „Das Schweigen der Lämmer“ 😀 nur halt mit Dämonen

Trackbacks

  1. Im Wald nix Neues! | Going To The Movies

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