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Was ist Leben?

26. Oktober 2015

Die große Frage! Die große, große Frage. Was ist Leben? Für einen Science-Fiction-Film immer eine gern genommene Grundlage, um damit dann den Menschen nach der Suche nach dem Sinn des Lebens in die Weiten des Alls zu jagen. Und oftmals finden sie dann dort Dinge, die sie nicht begreifen können. Schließlich ist das All so mysteriös und unheimlich und unerforscht… und ganz ehrlich, wir wissen doch eh’, dass der Sinn des Lebens 42 ist. 😉

In dem australischen Sci-Fi-Film „Infini“ geht es auch irgendwie um diese große Frage nach dem Leben. Nur erwartet man das anfangs nicht. Denn erst einmal geht es um eine Rettungsaktion, für die ein Sondereinheitskommando auf die weit entfernte Minen-Station Infini teleportiert wird. Hier sollen sie Whit Carmichael (Daniel MacPhearson) retten – den einzigen Überlebenden auf der Station. Denn dort auf dem Eisplanet oder was auch immer es ist, drehten die letzten „Bewohner“ komplett durch und brachten sich gegenseitig um. Woran das lag, weiß zu Beginn der Mission niemand.

Das Mini-Stargate ist leider kaputt

„Infini“ ist die Art Science-Fiction-Film, der man anmerkt, dass hier einfach fröhlich überall Kram zusammengesammelt wurde, um eine „eigene“ Geschichte zu erzählen. Da findet man ein bisschen „Event Horizon“, ein wenig „Solaris“, eine kleine Prise „Pandorum“ und fertig ist ein Film, der schon eigentlich echt cool ist, aber nicht wirklich überrascht.

Es fängt alles wirklich spannend an. Wenn das erste Team, dem Wahnsinn nahe, zurückkehrt, dachte ich zum einen halt an „Event Horizon“ und zum anderen war ich schon ein bisschen neugierig, welche Richtung Regisseur Shane Abbess einschlagen würde. Wenn man dann vor Ort ist, kommt ein bisschen „Pandorum“-Stimmung auf. Die Charaktere rennen durch die engen Gänge der Station, sie entdecken nach und nach die unglaublichen Grausamkeiten, denen sich die erste Einheit stellen musste. Und dann kommt halt ein bisschen der „Solaris“-Faktor dazu, wenn Abbess uns die Auflösung der Geschehnisse offenbart.

Dabei ist – ich wiederhole das gern noch einmal – „Infini“ ein cooler Film mit ein paar interessanten Ideen, aber das meiste hat man so oder so ähnlich auch schon mal besser gesehen. Und was leider für mich gar nicht so richtig funktioniert, sind die Charaktere.

Wir bekommen eine große Gruppe vorgestellt, aber letztendlich bleibt keiner wirklich im Gedächtnis. Sie sind die wahren „Expendables“ – nur halt im All und tatsächlich auch durch die Bank entbehrlich. Abbess lässt es leider auch gar nicht zu, dass man zu irgendeinem eine Beziehung aufbauen kann – stattdessen gibt’s halt die Stereotypen ohne Ende. Immerhin hat sich Abbess bei Whit Carmichael ein bisschen mehr Mühe gegeben, ist er doch der einzige, von dem man ein bisschen mehr erfährt.

Ansonsten ist „Infini“ halt nette Unterhaltung. Es haut einen nicht vom Hocker, überrascht jetzt auch nicht extrem, aber bleibt doch ein Film, den man schnell wieder vergisst – es gibt halt doch immer noch bessere Varianten, wie man mit diesem Szenario filmisch umgehen kann.

Wertung: 6 von 10 Punkten (nett… mit interessanten Ideen…)

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8 Kommentare leave one →
  1. 26. Oktober 2015 17:42

    Klingt doch sehr unterhaltsam. Ich mag zumindest die hier anscheinend zitierten Filme sehr. Werde ich mal im Auge behalten…

    • donpozuelo permalink*
      27. Oktober 2015 22:10

      Ist es auch anfangs… und auch in der Mitte und sogar auch ein bisschen zum Ende hin. Nur so richtig will der Funke nicht überspringen… die zitierten Filme sind letztendlich Beispiele dafür, wo die gleiche Formel besser funktioniert hat.

  2. 27. Oktober 2015 10:32

    Das Cover lässt mich nicht los, keine Ahnung warum.
    6 Punkte gehen noch in Ordnung, dann kann man sich den wohl mal geben. Die Vergleiche locken zumindest ein bisschen, wie bullion schon schrieb.

    • donpozuelo permalink*
      27. Oktober 2015 22:11

      Das Cover? Wirklich??? Okay… interessant.

      Und wie gesagt, die Vergleiche zielen eher darauf, dass sie es besser gemacht haben als „Infini“. Der aber natürlich kein superschlechter Film ist, aber durchaus mehr hätte sein können.

      • 28. Oktober 2015 20:24

        Ja, das Cover. Weiß auch nicht, aber es zieht meinen Blick immer auf sich. Ganz merkwürdig.
        Klar, verstehe schon. Trotzdem scheint es kein kompletter Reinfall zu sein und das ist schon okay.

        • donpozuelo permalink*
          29. Oktober 2015 09:05

          Nope, kompletter Reinfall ist es nicht. Und ich glaube, wenn man darauf vorbereitet ist, dass es normale Sci-Fi-Kost ist, ist es wahrscheinlich noch einmal unterhaltsamer.

        • 29. Oktober 2015 14:26

          Das reicht ja auch in manchen Fällen.

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