Skip to content

Blogparade: Hochgradig überfällige Buchverfilmungen

10. Mai 2015

Miss Booleana hat mich für etwas nominiert, das mir ein bisschen Kopfschmerzen bereitet hat (ich weiß, ich weiß, ich bin jedes Mal nur am Meckern… entschuldigt bitte): Sie möchte von mir 5 hochgradig überfällige Buchverfilmungen haben… ausgerechnet von dem, der eigentlich immer was zu meckern hat, wenn es um Buchverfilmungen geht.

Hochgradig überfällig fällt mir da sehr schwer, da ich doch irgendwie nie so wirklich auf eine Buchverfilmung an sich hoffe. Bei Büchern, die ich wirklich liebe, wünsche ich mir meistens sogar eher, dass sie unberührt bleiben… aber gut… heutzutage ist ja eh nichts mehr sicher. Deswegen mal hier nicht unbedingt hochgradig überfällige Buchverfilmungen, sondern Bücher, die zumindest vielleicht für äußerst interessante Filme sorgen könnten, wenn man sie richtig machen würde… 😀

 John Connolly – „Charlie-Parker-Reihe“

every-dead-thing-uk-225

Ich bin ja kein großer Krimi-Fan, aber John Connollys Mix aus Mystery, Horror und Thriller gemischt mit ziemlich interessanten Charakteren rund um den Detektiv Charlie Parker liebe ich einfach nur. Das Zeug lese ich weg wie nichts Gutes… und das ist tatsächlich auch eine Reihe, bei der ich mir immer wieder gut vorstellen könnte, dass sie auch filmisch durchaus interessant sein könnte:

Es gibt einen zerrütteten Helden, der nicht immer unbedingt heldenhaft ist; es gibt krasse Serienmörder und einen spannenden, erstaunlich Fantasy-lastigen Sub-Plot, der sich aber super in die Story einbindet und dafür sorgt, dass man auch längerfristig bei Laune bleibt. Eigentlich perfekt – so ein bisschen „Sieben“, „Akte X“ und Drama in einem 😀

Stephen King – „Todesmarsch“

todesmarsch

Geschrieben hat Horror-König King „Todesmarsch“ damals unter seinem Pseduonym Richard Bachman, weswegen ich erst zum Ende meiner King-Phase darauf gestoßen bin. „Todesmarsch“ hat mich dann aber so oft fasziniert, dass ich den Roman mittlerweile schon fast auswendig kann.

Ein bisschen wie „Tribute von Panem“ (nur natürlich cooler) müssen hier jedes Jahr 100 Jugendliche zu einem Marsch antreten. Nach drei Verwarnungen (wer zu langsam wird zum Beispiel oder vom Weg abweicht) gibt’s die Kugel… das Ganze ist ein riesiges Spektakel und ohne das King erklärt, warum das Ganze wirklich abgehalten wird, ist der Roman einfach nur spannend zu lesen.

Wäre als Film sicherlich im Moment eher weniger interessant – sehen würde ich es aber vielleicht trotzdem gerne mal!

H.P. Lovecraft – „Die Traumsuche nach dem unbekannten Kadath“

kadath

„At the Mountains of Madness“ war der Lovecraft-Film auf den ich ja große Hoffnungen gesetzt hatte. Doch Guillermo del Toro hat das ja erst einmal auf Eis gelegt. Und so sehr ich das Buch von Lovecraft mag, fände ich ein anderes mindestens genauso verfilmungswürdig – nämlich „Die Traumsuche nach dem unbekannten Kadath“.

Das müsste dann aber ein wahrhaft epischer und bildgewaltiger Film darüber werden, wie der Träumer Randolph Carter nach der geheimnisvollen Stadt aus seinen Träumen forscht und dabei durch ein Land voller interessanter und merkwürdiger Wesen reist.

Das ist bei Lovecraft wie immer großartig und sehr bildlich beschrieben… auch was, was sich als Film sicherlich super machen würde.

Mark Z. Danielewski – „House of Leaves“

House of Leaves

Ich rede ja öfter gerne mal über Danielewskis „House of Leaves“, weil das einfach ein Roman ist, der so kongenial mit dem Medium Buch spielt wie kein zweiter. Und eigentlich sträube ich mich dagegen, dieses Buch auf die Liste zu packen, müsste man doch reichlich Abstriche machen, wenn man es verfilmen wollen würde.

Auf jeden Fall müsste man sich nur auf die reine Grusel-Story der Familie Navidson konzentrieren – und das Ganze dann aber so visuell eindrucksvoll wie nur möglich zu gestalten. Um irgendwie dem Buch treu zu bleiben und es nicht zu einer bloßen Haunted-House-Story werden zu lassen.

Schwierige Angelegenheit, die zwar wohl auch schon öfter mal geplant war, aber bis jetzt (zum Glück?) noch nie wahr geworden ist.

Mark Millar – „Superman: Red Son“

Red Son

In Zeiten von Comic-Verfilmungen, die die Kinos überschwemmen, wird es hoffentlich irgendwann auch mal soweit sein, dass man sich den unkonventionelleren Stoffen der Comic-Literatur widmen wird. Unter den vielen Geschichten („Old Man Logan“, „Batman vs. Dracula“) würde ich mich tatsächlich am meisten über „Superman: Red Son“ freuen.

Statt in Amerika wächst Superman in der UdSSR auf (sein Raumschiff wird da nämlich von ukrainischen Bauern gefunden) und wird zum Vertreter des Sozialismus in der Welt (womit die USA unter Lex Luthor das einzige kapitalistische Land der Welt sind). Das ist nicht nur ein cooler Comic, sondern wäre sicherlich auch ein geiler Film… wenn man sich denn trauen würde 😉

 

Und damit bin ich am Ende meiner Liste angekommen. Wie immer, war das alles gar nicht so schlimm, aber was wäre eine Blogparade, ohne das ich darüber meckern würde, wie schwer das Ganze doch ist? (Ist jetzt mein Ding 😉 ).

Wer gerne mitmachen möchte, fühle sich hiermit dazu eingeladen. Ich bin sehr gespannt (und hoffe auch auf ein paar interessante Buchtitel 😉 )

Advertisements
15 Kommentare leave one →
  1. 10. Mai 2015 12:46

    Millar schreibt ja Filme in Heftform – daher böte Red Son echt gutes Material. Vielleicht werden, wenn der ganze Universe-Hype rum ist (und wir uralt) dann dereinst One Shots verfilmt. Das wäre echt cool!

    • donpozuelo permalink*
      10. Mai 2015 18:58

      😀 Das hoffe ich auch, dass es irgendwann mal soweit sein wird. Und da bin ich mir auch ziemlich sicher, dass das kommen wird.

  2. 10. Mai 2015 14:10

    Connolly klingt interessant, den sollte ich mir vielleicht mal notieren. ^^ Du magst nicht zufällig auch die Dresden Files von Jim Butcher? 🙂 Erinnerte mich nur gerade daran, auch wenn die Dresden-Reihe vermutlich wesentlich mehr Fantasy-Bestandteile hat.

    • donpozuelo permalink*
      10. Mai 2015 18:59

      Connolly kann ich jedem, der sowas mag, echt nur empfehlen. Und im Gegenzug werde ich mir die Dresden Files mal merken 😉

      • 10. Mai 2015 19:12

        Tu das 🙂
        Ich hab eben reingelesen und war gleich nach der ersten Seite des ersten Bands völlig verwirrt. O.o Das..ich..hä? Wer erzählt da aus welcher Perspektive, bitte?? Ich glaube dafür hab ich nicht die geistigen Kapazitäten 😀

  3. 10. Mai 2015 16:01

    Oh ja, „Todesmarsch“ klingt super. Das würde ich auch gerne sehen (sollte ich wohl aber mal erst lesen).

    • donpozuelo permalink*
      10. Mai 2015 19:00

      Das Buch gibt’s mittlerweile recht günstig… meistens sogar mit all den anderen Bachman-King-Romanen in einem. „Amok“ aus der Reihe ist auch noch sehr empfehlenswert.

  4. 10. Mai 2015 16:51

    „„Sieben“, „Akte X“ und Drama in einem“ – oh man, klingt so, als ob ich das mal lesen sollte!
    Und Todesmarsch bzw. alle „Richard-Bachmann“-Bücher sind bis jetzt an mir vorbeigegangen. Klingt tatsächlich so, als ob es Panem sehr ähnlich ist.
    Wie immer eine schöne Auswahl.
    Mit House of Leaves hatte ich irgendwie eine schwere Zeit. Ich fand die Erkundung des Hauses so unendlich spannend und grandios gemacht, aber wenn dann wieder 5 Seiten Fußnoten von „Name Vergessen“ kamen, war ich immer etwas gelangweilt … die Geschichte der Rahmenerzählung hatte zwar auch einige tolle Twists, aber irgendwie hat die mich ansonsten sehr gelangweilt und ich dachte immer nur „Jetzt macht eeeendlich weiiiiiteeeer mit der Erkundung des Haaauuuuseeeees D: D: D:“ – gerade das kann ich mich echt gut als Found-Footage vorstellen. Aber wenn ich das laut sage, hab ich immer Angst das jemand aus dem Gebüsch gesprungen kommt und mich mit faulen Eiern und Tomaten bewerfen will…

    Ich warte immer noch auf deinen Startruf für „Die 10 schwierigsten Blogparaden und Stöckchen“ 😉

    • donpozuelo permalink*
      10. Mai 2015 19:02

      Das mit „House of Leaves“ sehe ich ähnlich… als gut gemachter Found-Footage-Kram könnte das vielleicht wirklich funktionieren.
      Und ja, Connolly kann ich nur empfehlen. Ist immer sehr spannend.
      Bei „Todesmarsch“ kann man sicherlich davon ausgehen, dass auch das Panem beeinflusst hat.
      Und ja, ich muss demnächst auch mal eine Parade starten… eine Idee hätte ich sogar schon. 😉

      • 11. Mai 2015 20:23

        Na dann 🙂 ich bin gespannt!

        • donpozuelo permalink*
          12. Mai 2015 08:08

          Sobald mal Platz ist, kommt’s… ist im Prinzip schon fertig 🙂

  5. olivesunshine91 permalink
    10. Mai 2015 20:45

    Yes, beim „Todesmarsch“ bin ich dabei! Den würde ich auch gern mal auf der Leinwand sehen. Wobei, wenn ich gerade an den Kerl mit den Gedärmen denke…

    • donpozuelo permalink*
      11. Mai 2015 10:28

      Das müsste auf jeden Fall ein FSK-18-Film werden, ansonsten wäre das nicht zu machen 😀

  6. 11. Mai 2015 15:59

    Cool noch ein Beitrag zum Thema 🙂
    Wenn du Zeit und Lust hast, kannst du deinen Artikel gerne auch unter meinen Ausgangsbeitrag als Kommentar verlinken. Dort habe ich alle Teilnehmer gesammelt. Zumindest die, die ich mitbekommen habe 😉

    https://magofilmtipps.wordpress.com/2015/04/02/blog-parade-hochgradig-uberfallige-buchverfilmungen/

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: