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Die Straße gewinnt immer!

1. April 2015

Wie fängt man jetzt einen Artikel über den siebten Teil der „Fast and Furious“-Reihe an? Muss man über Paul Walker sprechen und sich fragen, ob die Reihe ohne ihn noch Sinn macht. Muss man trauern um diesen Schauspieler, der natürlich tragischer Weise viel zu früh gestorben ist? Oder kann man das einfach beiseite lassen??? Und sich vielleicht lieber darum Sorgen machen, dass die Kräfte der Physik mittlerweile vollkommen in den Wind geschrieben werden??? Man kommt wohl nicht umhin, hier beides zu erwähnen, denn beides wird schmerzlich vermisst werden. Aber wischen wir uns die Tränen der Trauer aus den Augen und befassen uns mit dem neuesten Auto-Porno.

Nach den Ereignissen aus dem letzten Teil bekommen es Dom (Vin Diesel) und Bryan (Paul Walker) mit dem Bruder von Owen Shaw (Luke Evans) zu tun, Deckard Shaw (Jason Statham). Der ist natürlich noch fieser und noch brutaler als sein kleiner Bruder und schwört bittere Rache. Und so kommt einiges auf die kleine „Familie“ von Dom zu…

That’s how you play a game of chicken…

Mit dem siebten Teil ist endlich der Rahmen wieder geschlossen, spielte doch der dritte Teil „Tokyo Drift“ so weit in der Zukunft, dass die Teile vier, fünf und sechs zeitlich gesehen noch vor dem dritten anzusiedeln sind. Jetzt sind wir also wieder auf der richtigen Spur… und haben mit „Saw“-Regisseur James Wan auch einen neuen „Fahrer“, der für den großen Erneuerer der Reihe, Justin Lin, das Steuer übernommen hat.

Was soll man über die „Fast“-Reihe noch groß sagen? Auch mit dem neuen Regisseur hat sich jetzt nicht groß was verändert. Es geht nach wie vor immer noch irgendwie darum, mit Autos dumme Sachen zu machen… und gemäß der Regel, dass man immer noch einen draufsetzen muss, wird das auch im siebten Teil getan. Und natürlich geht’s hier wieder äußerst haarsträubend zur Sache. Schade ist dabei nur, dass man die großen Hauptstunts alle schon aus dem Trailer kennt – ob nun die fliegenden Autos, die da aus dem Flugzeug segeln oder der Sprung von einem Hochhaus zum nächsten. Wenigstens einen davon hätte man sich für den Hauptfilm aufsparen können… aber scheinbar ist Hollywood da wie ich geworden: Ich kann auch nur schwer tolle Überraschungen für mich behalten… aber gut… zurück zum Thema: „Fast 7“

Interessant finde ich, dass Wan es immerhin schafft, nach zwei Filmen mal ein bisschen von diesem „Ocean 11 auf Rädern“-Thema wegzukommen. Allerdings führt er es jetzt hin zu „Mission: Impossible“ (und die Zitate zum vierten „Mission: Impossible“ lassen sich wirklich nicht von der Hand weisen): Nun werden Dom und seine Familie mehr oder weniger Agenten in einem großen Komplott, der weltweite Auswirkungen haben könnte… denn ja, oops, „Fast 7“ hat mehr als nur die Rache-Story zu bieten!!! Doch bevor ihr jetzt Wunder was erwartet, es bleibt nach wie vor eine „Fast“-Story… also nicht zu viel erwarten.

Es gibt nämlich wirklich nichts besonderes, was die Story angeht: „Fast 7“ bleibt der Reihe treu. Es gibt schlechte Dialoge, ein paar Rennen und Verfolgungsjagden und natürlich coole Stunts. Mit Jason Statham kommt immer ein Neuzugang hinzu, der gut passt, denn die Fights, die sich Statham liefert, sind schon ziemlich cool. Ansonsten sind ja die Schauspieler mehr oder weniger gleich geblieben, auch wenn ich sagen muss, dass mir Tyrese Gibson in diesem siebten Teil noch mehr als sonst auf den Geist gegangen ist. Und wer auch immer Ronda Rousey gesagt hat, sie soll ein Abendkleid anziehen, der gehört ausgepeitscht (obwohl auch dieser Bitch-Fight ziemlich cool in Szene gesetzt ist – auch wenn ich mich frage, wie das so perfekt in High Heels und Abendkleid machbar war, aber gut…)

„Fast 7“ oder „Furious 7“ oder „Fast and Furious 7“ (wie auch immer das Ding nun genau bezeichnet werden möchte, weiß ich leider auch nicht) ist, was es ist: Ein typischer Film der Reihe. Man muss es mögen, dann wird man auf jeden Fall gut unterhalten… zumal ich auch sagen muss, dass mir der siebte Teil besser als der letzte gefallen hat. Jetzt hat man sich wirklich endgültig dazu entschieden, jegliche Form von Glaubwürdigkeit abzulegen. Hier darf man jetzt wirklich nichts mehr ernst nehmen. Sämtliche Mitglieder Doms Familie haben schon fast Comic-artige Fähigkeiten, dank denen sie wirklich alles überstehen können. So ein Dwayne Johnson könnte dann auch demnächst gegen den Hulk antreten (oder gegen den Terminator, immerhin gibt er in diesem Film ja schon eine passende Performance zu dem Thema ab).

Adieu, Physik, adieu Glaubwürdigkeit, adieu zu allem anderen und herzlich willkommen gute Laune, schlechte Dialoge und fliegende Autos. Es ist einfach nur herrlich. Wenn man den Wahnsinn „Fast and Furious“ mit offenen Armen empfängt, wird man mit diesem siebten Teil echt viel Spaß haben.

Wertung: 8 von 10 Punkten (Humbug hoch drölfzig Million, aber unterhaltsam)

P.S.: Um auch das Thema Paul Walker abzuschließen – hier haben sich dann alle Beteiligten sehr viel Mühe gegeben und verabschieden sich auf sehr rührende Weise vom Schauspieler!

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11 Kommentare leave one →
  1. 1. April 2015 07:23

    Mir war er einfach zu repetitiv. Und Djimon Hounsou war völlig unnötig und lenkte vom eigentlichen Plot ab.

    • donpozuelo permalink*
      1. April 2015 08:07

      Ja, irgendwie schon… und gerade die letzte Verfolgungsjagd war auch einfach zu lang gestreckt. Aber wann wiederholt sich in diesen Filmen mal nichts? Und hier hat’s mich irgendwie nicht so extrem gestört wie sonst. Und ja, Hounsou war wirklich „überflüssig“… 😉

  2. 1. April 2015 20:09

    Ich hoffe ja, er orientiert sich mehr am 5. als am 6. Teil, den ich dann doch etwas enttäuschend fand. Hoffe, ich schaff es am Freitag ins Kino (was dann das erste Mal in 2015 wäre).

    • donpozuelo permalink*
      1. April 2015 20:24

      Naja, wie gesagt, es geht ein bisschen weg von diesen Heist-Nummern und konzentriert sich schon mehr auf den Rache-Teil. Und, er ist auf jeden Fall unterhaltsamer als der 6. Teil. Ging mir zumindest so.

      Dann hoffe ich mal, dass du ins Kino kommst… 😉

      • 6. April 2015 11:55

        Mit dem Finale bin ich nicht wirklich warm geworden. Dass war mir – nicht nur für einen F&F-Film, aber auch – zu viel des Guten. Das Ende war dafür wieder sehr ergreifend.

        • donpozuelo permalink*
          7. April 2015 09:29

          Ja, das Finale war echt extrem in die Länge gezogen und hätte auch besser abgefrühstückt werden können.
          Die Verabschiedung von Paul Walker war wirklich sehr rührend. Haben sie echt schön gemacht.

  3. 9. April 2015 12:20

    Ronda Rousey im Abendkleid war ja auch der Lacher des Abends zusammen mit The Rocks „lass mich mal den Gips mit meinen Muckis wegsprengen“-Moment. Ansonsten ein ganz durchschnittlicher Film. Hoffe dass der achte Teil wirklich ich NY spielt und eine kohärentere Story und mehr Kurt Russell bietet.

    • donpozuelo permalink*
      9. April 2015 14:15

      „Daddy muss zur Arbeit!“ Super… 😀

      Ja, es war nett… wenn man die Reihe mag, ist es unterhaltsam, mehr aber auch nicht. Ich bin auch mal gespannt, wie so ein achter Teil dann aussehen mag. Ich hätte mir hier auch schon eher gewünscht, dass sie sich wirklich nur auf die Rache-Nummer mit Statham konzentriert hätten. So wurde das Ganze ein bisschen extrem aufgeblasen und in die Länge gezogen.

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