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Cowabunga!!!

3. November 2014

Ich bin mit den Teenage Mutant Ninja Turtles groß geworden. Ich habe die Zeichentrick-Serie geliebt und die ersten beiden Filme gehören mit zu den ersten Sachen, die ich im Kino gesehen habe (und was jetzt kein Disney-Film war). Dazu waren ein gewisser Leonardo und ein gewisser Shredder die allerersten Action-Figuren, die ich besessen habe. Man kann also ruhig davon ausgehen, dass die Ninja-Schildkröten meine Kindheit schon ein kleines bisschen geprägt haben. Und von daher sollte es wohl auch niemanden verwundern, dass ich nicht anders konnte als mir den neuen „Turtles“-Film auch anzuschauen. Auch wenn der Name Michael Bay mit großen Lettern auf dem Poster stand. Und auch wenn die Turtles jetzt wirklich wie mutierte Bodybuilder aussehen. Es ging halt einfach nicht anders…

„Teenage Mutant Ninja Turtles“ rebootet die geliebte Reihe für eine neue Generation. Und vielleicht ist das der größte Stolperstein… denn wer nicht mit mutierten, jugendlichen Ninja-Schildkröten aufgewachsen ist, der wird immer ein bisschen mit dem Kopf schütteln. Auf jeden Fall erleben wir in „TMNT“ die neue Origin-Story von Leonardo, Donatello, Michelangelo und Raphael – den Schildkröten, die in der Kanalisation von ihrem Meister Splinter ausgebildet werden und ganz nebenbei furchtbar auf Pizza abfahren. Doch New York braucht die Turtles nicht unter der Erde, sondern darüber: Schließlich ist der Foot Clan dabei unter der Führung von Shredder Angst und Schrecken zu verbreiten. Nur die taffe Journalistin April O’Neil (Megan Fox) und ihr Kameramann Vern (Will Arnett) stehen den Turtles dabei zur Seite.

Can we pleeeease get another girl???

Dafür, dass Michael Bay draufsteht, geht in „TMNT“ erstaunlich wenig in die Luft. Was aber vielleicht auch daran liegen mag, dass Bay ja nicht selbst Regie führt. Jonathan Liebesman ist dafür verantwortlich… und ja, auch wenn man den Bay-Faktor hier und da spürt, ist „TMNT“ doch irgendwie ein unterhaltsamer Film geworden. Was vielleicht auch daran lag, dass ich meine Erwartungen so weit heruntergeschraubt hatte… eine Enttäuschung war da schon fast nicht mehr möglich.

Klar, die Story ist belanglos und leider Gottes nicht wirklich ausgereift. Für alle, die die Schildkröten noch nicht kennen, gibt’s eine kurze Erklärung, wie das alles zustande gekommen ist. Das muss aber auch schon reichen… denn danach ist „TMNT“ eher so wie der erste „Amazing Spider-Man“ mit Andrew Garfield… und eigentlich kann man das „eher“ sogar streichen. Denn selbst das Finale von „TMNT“ ist genau wie bei unserem freundlichen Wandkrabbler. Aber gut, ein vernünftiges Drehbuch kann, darf und sollte man unter einem Michael Bay nicht erwarten.

Was man Liebesman und Bay dann doch lassen muss, ist die Tatsache, dass sie ihre Helden im Panzer erstaunlich gut getroffen haben. Da wird sich herrlich gekabbelt und gestritten, da werden blöde Witze gerissen und da gibt’s ordentlich auf die Nase. Also auch wenn die neuen Turtles echt sehr gewöhnungsbedürftig aussehen, enttäuschen sie nicht. Ich habe auf jeden Fall viel gelacht… und das ist bei den „Turtles“ dann doch das Wichtigste. Man hat darauf verzichtet, das Ganze zu ernsthaft werden zu lassen… aber wie auch? Wir reden hier immer noch von mutierten Schildkröten, die Ninjas sind. Das kann und darf man nicht zu ernst nehmen.

Wo man sich bei den Turtles wirklich ins Zeug gelegt hat, da hat man bei allem anderen dann leider viel zu viel gespart. Shredder ist ein Witz!!! Wirklich wahr!!! Ein Witz!!! Ein komischer Hulk in Rüstung mit magnetischen Messern, die er durch die Gegend schießt… das ist nicht der Bösewicht, den ich kenne. Das ist scheiße!!! Dieser Shredder ist ein Möchtegern-Transformer… und das er sich mit der Rüstung überhaupt bewegen und gegen die flinken Turtles antreten kann, grenzt schon an ein Wunder.

Ein Wunder ist es auch, dass Bay Megan Fox wieder in einem seiner Filme auftauchen lässt… und ganz ehrlich, er hätte es sein lassen sollen. A) passt sie wirklich nicht in diese Rolle der April O’Neil und B) kann die Frau einfach nicht schauspielern. Jedes Wort aus ihrem Mund klingt so extrem einstudiert… die gute Frau ist wirklich nur dafür zu gebrauchen, dass sie sich mal vor einem Wagen räkelt, um einem Transformers-Film weibliche Kurven zu verleihen.

Immerhin hat man ihr LEGO-Batman Will Arnett an die Seite gestellt… und der kann einfach nicht enttäuschen.

Was ist also das Fazit? „TMNT“ ist ein Film, den eigentlich kein Mensch wirklich braucht. Da schaue ich dann doch lieber die alten Filme… die hatten Charme. Dieser Film hat nicht so wirklich viel… aber trotzdem ist er irgendwie unterhaltsam. Ohne Megan Fox und mit einem besseren Schurken hätte das sogar richtig was werden können, denn immerhin bewahrt Liebesman die Gruppendynamik der Turtles… und das rechne ich ihm dann doch hoch an. Über alles andere sollte man aber wirklich noch einmal nachdenken…

Wertung: 5 von 10 Punkten (die Schildkröten gehen ab, der Rest eher unter)

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12 Kommentare leave one →
  1. 3. November 2014 08:39

    Har Har. Meine Rede, mit weniger Fanboygetue, zwar. Aber so schlimm wie befürchtet war er wirklich nicht… Meine Review kommt auch noch diese Woche.

  2. 3. November 2014 20:40

    Die sehen echt scheiße aus, diese grünen Nasenbären. Ich würde mir den vermutlich auch nur ansehen, wenn ich wie du den Eintritt bezahlt bekäme. Obwohl, auch dann nicht. 😉

    • donpozuelo permalink*
      3. November 2014 21:01

      Jetzt ist es ja leider auch nicht so, dass immer den freien Eintritt bekomme. Ansonsten wäre diese Kritik auch schon pünktlich zum Kinostart erschienen und nicht ein paar Wochen später. Für dieses Machwerk habe ich selber blechen müssen… vollen IMAX-3D-Preis. Manchmal blute ich auch wirklich für meine Leser 😀

      • 3. November 2014 21:05

        Dann mein allergrößtes Beileid. 😉

        • donpozuelo permalink*
          4. November 2014 08:56

          😀 Ach, Dominik… dafür doch nicht. Es war ja erstaunlicherweise weniger beschissen als erwartet. Zwar immer noch irgendwie beschissen, aber nicht ganz so schlimm…

  3. 3. November 2014 22:27

    „das ist nicht der Bösewicht, den ich kenne. Das ist scheiße!!!“ … genau davor hatte ich Angst. Bin ja mit den Turtles auch aufgewachsen und fand sie super (ich gebs zu, mancher Anime hat mich noch mehr angefixt). Aber das … und mit Megan Fox… und noch schlimmer: Michael Bay … das war schon bei den ersten News rund um den Film wie ein Schlag ins Gesicht. 😦 Das ist jetzt vielleicht doof, aber ich habe den Film fast sofort abgeschrieben. Und doch die Hoffnung, du schreibst jetzt hier, dass er viel viel besser ist als erwartet. Ja. *hust*. Mh …

    • donpozuelo permalink*
      4. November 2014 08:57

      Naja, wenn die Erwartungen im Keller sind, dann ist fast alles besser als erwartet 😀 Ich kann dich da aber gut verstehen, von daher… lass vielleicht einfach noch ein wenig Zeit verstreichen 😉

  4. 8. November 2014 12:15

    Nur die Gruppendynamik der Turtles reicht mir dann aber wohl nicht aus, um dafür Kinogeld auszugeben.

    • donpozuelo permalink*
      9. November 2014 22:23

      😀 Vollkommen verständlich… eigentlich müsste man wirklich mehr für sein Geld bekommen… aber tja, die Fan-Neugier hat’s dann doch irgendwie geschafft.

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