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Licht und Dunkelheit

29. September 2014

Der „Avatar – Der Herr der Elemente“… Mann, das ist nach wie vor eine meiner absoluten Lieblingsserien. Ein tolles Konzept, epische Story und großartige Charaktere. Ich versuche ja grundsätzlich jeden, der Interesse an Trickfilm-Serien zeigt, zum „Avatar“-Gucken zu bringen. Denn hier zeigt sich eine Serie, die zwar als Kinder-Serie proklamiert wird, aber weit darüber hinaus geht… ohne für Kinder zu langweilig zu sein oder zu hoch. Deswegen habe ich mich ja auch sehr gefreut, als es nach dem Ende der Serie hieß, man würde die Geschichte eines neuen Avatars in einer neuen Serie erzählen. Doch ganz Liebe auf den ersten Blick wie beim ursprünglichen Avatar war das bei mir und „Die Legende von Korra“ dann doch nicht. Die erste Staffel war mir zu sehr auf Erwachsene orientiert, zu ernsthaft, zu politisch, zu entfernt von dem, was ich an der Original-Serie so geliebt hatte.

Aber natürlich muss man sich auch Neuem öffnen, und deswegen wollte ich Korra noch eine Chance geben und habe mir auch die zweite Staffel angeschaut. In „Buch 2: Geister“ (jede Staffel wird ja immer als Buch unter einem bestimmten Thema betitelt) versucht Avatar Korra das richtige Luftbändigen zu erlernen, doch das Training wird durch den Angriff eines Dunklen Geists gestört. Um zu erfahren, woher dieser Geist kam und was ihn zu einem bösartigen Geschöpf gemacht hat, begibt sich Korra mit ihren Freunden zum Südpol. Hier, so erzählt ihr Unalaq, der Bruder ihres Vaters, existiert ein Portal in die Geisterwelt. Doch leider muss „Team Avatar“ schnell feststellen, dass Unalaq nicht wirklich auf spirituellen Frieden aus ist. Erst beginnt er einen Bürgerkrieg und versucht dann, mit Hilfe dunkler Geister die Welt zu unterjochen.

Auch wenn die Haare nicht so sitzen, sie rettet trotzdem die Welt!

„Buch 2“ hat mich endlich doch noch zum Korra-Fan gemacht, denn wie es scheint, besinnen sich die Macher der Serie hier sehr viel mehr auf die Qualitäten der alten Serie zurück… und endlich verlassen wir auch die Cyberpunk-Stadt Republica und sehen ein bisschen mehr. Vor allem von der Geisterwelt, in der viele Folgen der zweiten Staffel spielen. Hier haben die Macher dann endlich auch mal wieder Zeit, ein bisschen mehr Witz und Charme in die Serie zu bringen…

Größtes Highlight dieser Staffel ist aber für mich die Doppelfolge über den allerersten Avatar und wie er dazu gekommen ist, alle Elemente bändigen zu können. Endlich erforscht die Serie mal so ein bisschen ihre eigene Mythologie und lässt uns daran direkt teilhaben. Früher gab’s ja immer nur recht kurze Rückblenden oder Erzählungen, „Die Legende von Korra“-Staffel 2 macht damit Schluss… und erzählt uns quasi die „Origin-Story“ des Avatars. Natürlich nicht nur zum Spaß, denn was wir hier über den Kampf zwischen Gut und Böse, Licht und Dunkelheit erfahren, wird wichtig für den Verlauf der Serie… die dann anschließend in einem sehenswerten Finale endet.

Ich gebe zu, ich war fast ein bisschen enttäuscht, dass mittlerweile jede Staffel einen direkten Abschluss findet. Denn so fühlt sich jede Staffel wie eine Mini-Serie an. Die Geschehnisse aus der ersten Staffel werden zum Beispiel in der zweiten Staffel so gut wie gar nicht erwähnt… was vielleicht aber auch nicht so verkehrt ist, denn Staffel 1 hatte nicht viel zu bieten. Für Staffel 3 dürfte diese Gefahr aber nicht bestehen, denn die Veränderungen aus der zweiten Staffel sind tiefer gehend und können nicht ignoriert werden.

Auf jeden Fall ist Staffel 2 doch eine extreme Rückbesinnung auf die Qualitäten der Original-Serie: Die Figuren werden ein bisschen differenzierter: Korra wird mehr in ihrer Rolle als Avatar gefordert, der gute Bolin darf sich nun doch noch als würdiger und witziger Sokka-Nachfolger behaupten und auch die Kinder von Avatar Aang rücken ein bisschen mehr in der Vordergrund. Gleichzeitig entfernt sich die Serie ein bisschen von dem ernsthaften, politischen Themen und wendet sich dank der Geisterwelt-Thematik wieder mehr dem Fantastischen zu, was mir persönlich immer besser gefallen hat. Die Balance stimmt hier wieder: Fantasy und Drama, Komödie und Action – das alles geht hier nahezu perfekt Hand in Hand und kulminiert in einem wesentlich spannenderen Finale als noch die erste Staffel.

„Die Legende von Korra“ hat mich mit ihrer zweiten Staffel wieder so richtig für sich gewinnen können. Die zweite Staffel macht mich auf jeden Fall neugierig, wie es noch weiter geht… es ist zwar schade, dass „Korra“ jetzt nicht unbedingt die epischen Ausmaße annimmt wie einst Aang, aber das Potenzial ist da und wurde hier in der zweiten Staffel auch echt genutzt. Bitte nur weiter so!!!

Wertung: 9 von 10 Punkten (dunkle Geister, Verschwörungen, um die Weltherrschaft an sich zu reißen und die Avatar-Origin-Story… besser geht’s doch gar nicht)

6 Kommentare leave one →
  1. oldboyrap permalink
    29. September 2014 11:36

    „Avatar“ ist wirklich eine der absolut besten Serien, die es gibt, und das kann ich sagen, nachdem ich bis heute tatsächlich nur Staffel 1 gesehen habe.

    • donpozuelo permalink*
      29. September 2014 17:00

      Oh, echt? Dann wird’s aber Zeit, Staffel 2 und 3 haben dir da noch so viel zu bieten!

      • oldboyrap permalink
        29. September 2014 23:49

        Ja, gib mir 50 Stunden am Tag xDDD

        • donpozuelo permalink*
          30. September 2014 09:33

          😀 Guter Einwand. Die bräuchte ich auch!!!

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