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Das dynamische Duo rettet die Welt!

18. August 2014

Ich gestehe, ich bin sehr gespannt darauf, wie sich Ben Affleck als neuer Batman so machen wird. Und ich gestehe auch, dass ich Vertrauen darin habe, dass das Ganze durchaus gut werden könnte. Ja, sein „Daredevil“ mag nicht unbedingt die Art Superheld gewesen sein, den wir uns erhofft hatten… aber ich glaube schon, dass der gute Ben das machen wird. Immerhin wird ja immer gern vorher gemeckert und am Ende wird’s doch irgendwie gut… siehe Daniel Craig und sein Bond oder zig andere Beispiele dieser Art.

Doch bevor der neue Batman in die Kinos kommt, ist ja noch ein bisschen Zeit. Grund genug, sich mal die Wurzeln anzuschauen… die filmischen Wurzeln von Batman wohlgemerkt. Denn auch wenn ich ein großer Fan von „Batman“ bin, muss ich doch gestehen, dass ich den filmischen Ur-Batman nie in Action erleben durfte. Für die komplette Serie mit Adam West als Batman blieb vorerst keine Zeit, doch zum Glück durfte das dynamische TV-Duo auch einmal die Welt im Kino retten… und zwar in „Batman hält die Welt in Atem“.

1966 steht die Welt kurz vor dem Zusammenbruch, denn der Joker (Cesar Romero), der Pinguin (Burgess Meredith), der Riddler (Frank Gorshin) und Catwoman (Lee Meriwether) haben sich zusammen getan. Und wie Batman (Adam West) und sein treuer Helfer Robin (Burt Ward) nur zu gut wissen, kann das nur das Ende der Welt bedeuten. Und genau das haben die Schurken auch vor: Mit Hilfe einer geheimen Erfindungen!

Somewhere Spider-Man is laughing his ass off…

Es ist herrlich, sich diesen Film anzuschauen… weil es einfach so komplett überspitzt, absurd und herrlich trashig ist. Die Schurken sind echt eine Liga für sich… erstaunlicherweise kommt der Joker weniger stark rüber, und das obwohl er ja eigentlich DER Batman-Bösewicht schlechthin ist. Wenn man Cesar Romero als Joker so betrachtet, kann man kaum glauben, dass das hier ein richtig fieser Schurke sein soll. Aber gut, die Batman-Serie und auch der Film richtet sich an ein Spektakel-orientiertes Publikum… von einem Heath Ledger ist man hier noch weit entfernt. Hier steht der Joker noch für doofe Sprüche (allerdings kann man ein bisschen erkennen, dass sich selbst Jack Nicholson ein wenig an diesem Joker orientiert hat – zumindest was die Sprüche und die Kostümierung angeht).

Vielmehr Gewicht liegt hier tatsächlich auf Catwoman und dem Pinguin. Und was soll ich sagen: Meine Rangliste der Catwoman-Darstellerinnen wurde gerade neu überarbeitet: Unangefochten steht zwar Michelle Pfeiffer auf der Eins, aber Lee Meriwether ist auf Platz 2 einfach nur „purrrferct“.

Bei diesem Zusammenschluss von Schurken haben Batman und Robin so einiges zu tun. Aber zum Glück haben sie den Batcopter, das Batmobil, das Batcycle und auch Anti-Haifisch-Batspray… alles Dinge, die unentbehrlich sind in diesem Kampf gegen das Böse. Und irrsinnig komisch… da muss man ja schon vermuten, dass der gute Batman leichte Schwierigkeiten hat, sich zu merken, was was ist in der Batcave, wenn jedes einzelne Stück in großen Lettern betitelt ist. Selbst die Bat-Leiter im Batcopter hat ein Schild… man könnte ja sonst noch vergessen, wozu das Ding da gut sein könnte.

„Batman hält die Welt in Atem“ muss man einfach gesehen haben… nicht nur, weil es in Anbetracht all der Nolan-Filme herrlich komisch ist, sondern weil es tatsächlich auch ein spannender Film geworden ist. Klar, der Trashfaktor ist hoch (man nehme nur eine der lustigstens Szenen, in der Batman verzweifelt versucht, eine Bombe loszuwerden), die Morallektionen von Batman und Robin sind vielleicht etwas nervig (ja, die Polizei ist unser Freund und Helfer und ja, wir lassen die Finger vom Alkohol und ja, wir werden uns nicht in die großen Pläne der Natur einmischen), aber es ist alles so verdammt kultig. Wo kriegt man schon mit absolut ernster Miene einen Gummi-Hai als echten Hai serviert? Wo anders als in „Die Truman Show“ erkennt man sonst noch so offensichtlich, dass der Himmel im Hintergrund des großen Endkampfs die schlecht bemalte Leinwand eines Studios ist?

Aber verdammt noch eins, genau das macht diesen Film dann auch wieder sehenswert. Und wenn man sich versucht, in das Sehen eines Junge oder Mädchens aus den 60er Jahren zu versetzten… dann muss dieser Film das beste Superhelden-Abenteuer aller Zeiten gewesen sein. Gleich vier fiese Schurken gegen die das dynamische Duo ohne Unterlass kämpft. Holy Movie, Batman! Einfach nur unglaublich. Ich glaube, da hilft nur das Anti-Nolan-Batspray, um Zweifler davon zu überzeugen, dass „Batman hält die Welt in Atem“ ein grandioser Batman-Film ist!!!

Wertung: 9 von 10 Punkten (trashig, bunt und mit KABOWW und BLAAMM…)

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13 Kommentare leave one →
  1. 18. August 2014 09:18

    Guter Mann. Meiner Meinung nach der perfekteste Batman-Film. 😀

    • donpozuelo permalink*
      18. August 2014 11:03

      Danke, danke!!! Einfach nur ein geiler Film!!!

  2. oldboyrap permalink
    18. August 2014 11:22

    Daniel Craigs Bond war gut?! Also ich fand „Casino Royale“ richtig beschissen und „Quantum of Solace“ soll das ja auch gewesen sein. Erst „Skyfall“ war eigentlich ganz okay, finde ich.
    „Batman hält die Welt in Atem“ hab ich auch hart gefeiert, allein die Szene mit der Bombe und die mit dem Hai sind alle das Anschauen wert.

    • donpozuelo permalink*
      18. August 2014 12:12

      Daniel Craigs Bond ist gut. Rangiert zwar nicht in meiner Top 3 der Bond-Darsteller, aber Craig ist schon ziemlich gut.

      Die Nummer mit der Bombe bei „Batman“ ist wirklich einfach nur Bombe 😀

  3. 18. August 2014 12:09

    Guter Text, der absolut meine Meinung widerspiegelt. Ich liebe diesen Film.

    Leider hast du vergessen auf die großartig bekanackten Rätsel des Riddler einzugehen.

    • donpozuelo permalink*
      18. August 2014 12:14

      „Wie teilt man 16 Äpfel unter 17 Leuten auf?“ „Apfelmus!“ Ja, habe ich nicht erwähnt, sind aber sehr erwähnenswert. Vor allem, weil ich großartig fand, wie schnell Batman und Robin die Dinger immer lösen. 😀
      Auf jeden Fall ein großartiger Film, den jeder Batman-Fan gesehen haben sollte.

  4. 18. August 2014 23:13

    Muss ich unbedingt noch sehen 😉
    Bei Craig habe ich mich damals über die negativen Stimmen sehr geärgert – schon vor dem Film. Ich hatte eigentlich den Eindruck, dass das mit dem Bond klappen kann, das mich die Filme auch wieder interessieren, wenn da keine Tarn-Autos und aberwitzigen Gadgets mehr vorkommen und der Bond vielleicht etwas muffliger und härter rüberkommt, als immer so aalglatt. Kann mich noch erinnern: da hat Daniel Craig beim Dreh irgendwie einen Zahn ausgeschlagen bekommen (oder halt abgebrochen) und alle lachen den aus … und ich denke nur so „HALLLOOOO? Der hat nen Zahn ausgeschlagen bekommen beim Dreh, was wollt ihr denn noch?“
    Und dass mit Ben Affleck und dem Gedisse im Vorfeld fand ich auch ziemlich scheiße.

    • donpozuelo permalink*
      19. August 2014 08:57

      Solltest du dir anschauen!!! 😀

      Dieses Vorab-Gedisse find ich auch immer sehr übertrieben. Klar kann man sich wundern, sich vielleicht auch ein bisschen aufregen, aber letzten Endes muss man sich halt einfach überraschen lassen. Über was zu meckern, das noch gar nicht da ist, ist immer ein bisschen überflüssig. Denn wenn’s am Ende gut wird, will keiner vorher zu denen gehört haben, die gemeckert haben. Naja… einfach abwarten und Tee trinken 😉

  5. 19. August 2014 13:33

    Der Film ist echt absolut Kult (wie auch die Serie, die ja in Bälde entlich auf DVD erscheinen soll…).
    Wobei der Ur-Batman ja „Batman“ aus dem Jahre 1943 wäre.
    In dem Kino-Serial wurde die Rolle des dunklen Ritters ja von Lewis Wilson gespielt wurde, dem Vater von „James Bond“-Produzenten Michael G. Wilson womit sich der Kreis, hin zu Daniel Craig wieder schliessen würde 😉

    • donpozuelo permalink*
      19. August 2014 19:23

      Oha, ich sehe: Ein echter Kenner. Vielen Dank dafür… wusste ich gar nicht. Aber schön, wie sich der Kreis schließt 😉

      Die Serie wäre natürlich auch ein Highlight… ich werde meine Augen offen halten.

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