Skip to content

Und täglich grüßt das Alien!

4. Juni 2014

Aliens haben wir mittlerweile echt schon in allen Farben, Größen und Varianten gesehen, die man sich nur vorstellen kann. Grün, grau, blau oder schwarz; mal nett, mal böse kommen sie auf unsere Erde. Kann man sich da wirklich noch was Neues ausdenken, um mit weiteren Außerirdischen noch punkten zu können? Nun, für Tom Cruises neuesten Sci-Fi-Kracher haben sich die Macher und Designer wirklich noch was einfallen lassen: Denn hier sind die Aliens merkwürdige organische Kristalle, die sich auf recht merkwürdig-unnatürliche Weise fortbewegen und dabei wirklich gefährlich aussehen.

Doch bevor ich hier noch weiter über die Aliens schreibe, kommen wir erst einmal zum Film. Das Wichtigste vorweg: „Edge of Tomorrow“ ist wirklich sehr dolle wie „Und täglich grüßt das Murmeltier“, vermischt mit ein bisschen „Starship Troopers“. Denn genau wie Bill Murray wacht auch Tom Cruise jeden Tag als Soldat Bill Cage aufs Neue auf, um gegen die außerirdischen Mimics zu kämpfen. Und jeden Tag stirbt er und muss wieder von vorne anfangen.

Tom Cruise versucht sich als Transformer…

Wie schon gesagt, die Mimics waren eine wirkliche Überraschung. Ich meine, wenn man heutzutage noch Aliens vorgesetzt bekommt, die man so nicht erwartet hätte, ist das mehr als nur angenehm. Und die Viecher, gegen die Cruise hier in „Edge of Tomorrow“ kämpfen muss, sind wirklich cool. Zum Glück sind die auch so schnell, dass man sie eine ganze Weile lang nicht wirklich erkennen kann. Die Viecher sind eine Bedrohung, vor der man wirklich Angst haben muss.

Weniger Angst haben muss man allerdings vor dem Film an sich. Klar, ich kenne Dutzende Leute, die um diesen Film einen Bogen machen, nur weil es Tom Cruise ist. Aber wie so oft sage ich es auch dieses Mal: Großer Fehler!!! Ich mag Tom Cruise als Schauspieler und er liefert eigentlich auch fast immer gute Unterhaltung. Denn großen Pluspunkt bei „Edge of Tomorrow“ hat er außerdem dadurch, dass er sich fürs nichts zu schade ist. Anders als sonst bekommen wir hier nicht von Anfang an den strahlenden Helden Tom Cruise serviert, sondern vielmehr den Feigling, der so überhaupt nicht mit der Situation klarkommt und nichts lieber tun würde, als sich irgendwo zu verkriechen.

Dazu kommt, dass sich „Edge of Tomorrow“ nicht zu ernst nimmt. Da geht Regisseur Doug Liman vollkommen auf den Vergleich zu „Und täglich grüßt das Murmeltier“ ein und lässt multiples Sterben auch gerne mal ziemlich komisch aussehen. So lernt Soldat Cage manchmal auf recht harsche Weise, wie man ein paar Minuten länger am Leben bleibt. Cruise kann hier mit seiner teils recht trockenen Art für ein paar Lacher sorgen, wenn er seine genervten Sprüche lässt. Ein paar Mal setzt Liman auch einfach nur auf unerwartete Slapstick-Einlagen. Da tut’s manchmal bei Gucken weh, aber lachen muss man trotzdem.

Natürlich geht „Edge of Tomorrow“ irgendwann aber doch auch ernstere Wege, dann bietet der Film ordentlich Action und mit Emily Blunt auch eine wirkliche „Full Metal Bitch“, wie sie im Film liebevoll genannt wird. Bei der Beziehung zwischen Cruise und Blunt war ich am Ende heil froh, dass es eben keine Liebesbeziehung wird. Blunt und Cruise sind ein gutes Team und keiner von beiden übertrumpft wirklich den anderen. Das liegt halt vor allem daran, dass Blunt gerade zu Beginn den stärkeren Part hat. Schließlich spielt Cruise hier noch den Feigling Cage. Zwar kippt diese Dynamik ein bisschen, doch bleiben die beiden dann am Ende ähnlich stark.

Natürlich wird Tom Cruise auch in diesem Film im Laufe der Zeit seinem Strahlemann-Action-Held-Image gerecht und dann fällt er schon mal von ganz weit oben auf harten Boden, bürstet sich den Staub von der Schulter und geht nahezu „unbefleckt“ weiter. Aber das sind auch wirklich nur Kleinigkeiten, die dem Spaß an „Edge of Tomorrow“ jedoch keinen Abbruch tun.

„Edge of Tomorrow“ ist unterhaltsames Action-Kino, das wider Erwarten und positiv zu seinen Gunsten auch ziemlich witzig geraten ist. Für Tom Cruise mal wieder eine perfekte Rolle, zumal er sich hier auch ein bisschen vielfältiger zeigen darf.

Wertung: 9 von 10 Punkten (dieser Film macht wirklich Spaß… jetzt fehlt nur ein Cross-Over-Film mit Cruise und Murray als merkwürdiges Duo 😉 )

Advertisements
6 Kommentare leave one →
  1. 4. Juni 2014 09:36

    Habe ihn gestern gesehen und fand auch, dass der wirklich Spaß gemacht hat. Der erste Durchgang war noch etwas zäh, aber dann sehr unterhaltsam. Schöne Mischung aus ein paar Späßchen, ohne albern zu werden, und guter Action.

    • donpozuelo permalink*
      4. Juni 2014 10:11

      Yup… ich fand zwar auch den ersten Durchgang nicht zäh, aber ansonsten stimme ich dir zu 😀

Trackbacks

  1. Cocktails and Dreams | Going To The Movies
  2. 2014 | Going To The Movies
  3. Kampf den Drogen! | Going To The Movies
  4. Monströses Stachelsplittermonster | Going To The Movies

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: