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Mein Leben in 15 Songs

26. Januar 2014

Das war mal eine schwierige Aufgabe, die ich da von der ERGOThek gestellt bekam: Beschreibe dein Leben in 15 Songs – „Soundtrack des Lebens“. Klingt wunderbar, nur irgendwie auch schon so, als würde man morgen draufgehen. Ganz ehrlich, 15 Songs für ein Leben… verdammt, wer da draußen denkt sich nur diese Sachen aus? Wie soll ich mich denn nur auf 15 Songs beschränken? Fiese, fiese Aufgabe…

Also habe ich mich hingesetzt (nach dem Verzweifeln) und habe erst einmal aufgeschrieben, was mir so gerade eingefallen ist. Wahlloses Brain-Storming für Phase 1. Das brachte einige Songs zutage, die ich ehrlich gesagt, nicht öffentlich nennen will – ich will ja nicht, dass sich jemand noch beschämt abwendet 😉 Aber es gab ja noch Phase 2 – „gezieltes Brainstorming“. Da forstete ich dann meine CD-Sammlung durch und durchwühlte alle zu findenden MP3s. Die Liste der 15 Songs, die mein Leben beschreiben könnten, wuchs auf 20, 30, 40 Songs und immer wieder kam noch einer dazu. Verdammt noch eins: Wer denkt sich diese fiesen Aufgaben aus??? Obwohl so richtig fies sind sie ja gar nicht… war auch irgendwie mal ganz nett, so in der eigenen Vergangenheit herum zu kramen.

Aber gut, ihr merkt, ich zögere es heraus… deswegen hier nun ohne weiteres, blödes Gefasel – die 15 Songs, die mich in meinem Leben begleitet haben:

  1. Für Elise – Ludwig van Beethoven

Der erste Song in dieser Liste gebührt meiner Musiklehrerin aus der Grundschule. Zu Beginn jeder Stunde spielte sie am Klavier „Für Elise“. Ob sie uns damit sanft zur Ruhe bringen oder uns einfach nur ihr Lieblingsstück vorspielte – keine Ahnung. Aber „Für Elise“ ist hängen geblieben und wird mich wohl immer an die Schule erinnern.

  1. Verdammt (und dann stehst du im Regen) – Wolfgang Ziegler

Ein Song aus Phase 1. Ich kann euch nicht einmal genau sagen, warum es ausgerechnet dieser „wunderbare“ Schlager ist, aber der ist unmittelbar mit vielen Erinnerungen meiner Kindheit verbunden. Ohne das ich es will, kann ich den Text komischerweise (traurigerweise?) immer noch perfekt mitsingen. Fällt dann wohl in den Bereich der (Musik-) Jugendsünden 🙂

  1. House of the Rising Sun – Animals

Mein Vater hat bis zu einem gewissen Zeitpunkt in seinem Leben immer sehr große Geburtstagsfeiern geschmissen. Das waren immer wahre Feste mit ordentlich viel zu futtern und noch viel mehr Alkohol. Wenn mein lieber Herr Papa dann einen gewissen Pegel erreicht hatte, wurde die Gitarre herausgeholt… und „House of the Rising Sun“ gesungen. Später hat Scorsese den Song dann auch für „Casino“ geklaut, aber mein Papa war der erste, der mich mit diesem Song begeisterte.

  1. Scarborough Fair – Simon & Garfunkel

Das war der Lieblingssong meines Opas. Da wurde im Sommer im Garten das Radio aufgedreht und mitgesummt – mitsingen ging wegen fehlender Englischkenntnisse nicht so gut. Aber das verzeiht man dem Opa dann, vor allem wenn man es damals ja selbst nicht besser konnte 😉

  1. The Unforgiven – Metallica

Mein älterer Bruder hat mich mit „Metallica“ angesteckt, doch ich musste mich vorsichtig herantasten. Ich weiß nicht, warum, aber ich hatte immer ein bisschen Angst davor, dass meine Mutter mich beim „Metallica“-Hören erwischen würde. Den Blick, den sie machte, wenn mein Bruder die hörte, wollte ich nicht bekommen. Deswegen fing ich vorsichtig an… und ganz ehrlich, „The Unforgiven“ ist einfach ein geiler Song.

  1. The X-Files Theme – Mark Snow

Das muss jetzt hier einfach rein. Es gibt ja viele tolle Serien-Themes („Game of Thrones“ erklingt bei mir, wenn mich mal jemand anruft – also nicht sehr oft 😉 ). Aber wenn ich irgendwo diese Melodie höre, ist das wie eine Reise zurück in die Vergangenheit – zu den Tagen, wo ich vor der Glotze hockte und gemeinsam mit Mulder und Scully nach der Wahrheit da draußen suchte.

  1. Hotel California – The Eagles

Hört euch „Hotel California“ in der unplugged-Fassung an… großartig. Wenn ich auch sonst nicht sonderlich viel mit den „Eagles“ anfangen kann, aber dieser Song hat mich schon ziemlich früh beeindruckt. Besonders die Zeilen: „And in the master’s chambers, / They gathered for the feast / They stab it with their steely knives, / But they just can’t kill the beast“ haben mich immer fasziniert, weil ich nie herausfinden konnte, warum sie das Biest nicht killen können. Aber die Bilder in meinem Kopf waren bestes Horror-Kino… untermalt mit großartiger Musik.

  1. Stairway to Heaven – Led Zeppelin

Ich gehöre ja selbst zu den Menschen, die immer stöhnen, wenn Led Zeppelin nur mit „Stairway to Heaven“ in Verbindung gebracht werden. Aber gut, wenn der Song dann dazu führt, dass man sich den Rest dieser Herren anhört, dann soll es mir recht sein. So hat es ja bei mir auch angefangen. Zumal… der Song geht ja auch einfach nur runter wie Öl.

  1. Crazy on You – Heart

Ich wollte ja eigentlich auch immer Gitarre lernen… allein schon um dieses Intro spielen zu können. Fand und finde ich nach wie vor großartig. Gitarre habe zwar leider nie gelernt, aber zu „Crazy on you“ kann man immer noch wunderbar Luftgitarre spielen. Und darin bin ich dann richtig gut geworden.

  1. Colorblind – Counting Crows

Ein guter Track für den ersten richtig harten Liebeskummer. Mehr sage ich dazu nicht. 😉

  1. Take On Me – a-ha

Können die 80er Jahre besser sein als „Take On Me“? Man schaue sich allein nur das Video dazu an. Ich kann nicht mal unbedingt sagen, was ich mit diesem Song verbinde, aber er gehört einfach in diese Liste. Auch so ein Song, der wie ein Flashback wirkt, sobald er irgendwo läuft.

  1. Keep the Faith – Bon Jovi

Meine Teenager-Jahre in den 90er Jahren blieben Gott sei Dank vom Euro-Pop-Techno-Gedöhns komplett verschont. Über Bon Jovi bin ich dann fast eher unfreiwillig gestolpert, als ich auf der Suche nach was Neuem zum Hören war. Für viele mag das jetzt vielleicht ein Schock sein, aber die Songs haben immer zu mir gesprochen – in Liebeskummer, in der Liebe und in allen anderen Dingen. „Keep The Faith“ auch – warum, steckt ja wohl im Titel.

  1. Yellow – Coldplay

Ich behaupte ja immer gern, dass ich Coldplay schon cool fand, bevor die ihren Weg nach Deutschland gefunden hatten. Was aber auch daran liegen könnte, dass ich zu dem Zeitpunkt in England war… und da hörte jeder nur „Yellow“. Wer da nicht mitgesungen hat, der gehörte an meiner damaligen Schule nicht dazu. Ein Gruppenzwang der angenehmeren Sorte.

  1. Plug In Baby – Muse

Ich drücke mich jetzt mal vorsichtig aus: Dieser Song erinnert mich an das eine Mal, als ich mich wegen einer Frau geschlagen habe. Ich war 18 und schwerst verliebt, der andere betrunken und ein Arsch… und so ganz Han Solo mäßig kann ich nicht mehr wirklich sagen, wer zuerst „geschossen“ hat 😉

  1. Gun – Chvrches

Chvrches habe ich durch Zufall mal im Fernsehen gesehen. Und seitdem könnte ich diese kleine, aber feine schottische Band rauf und runter hören.

Das war’s jetzt erst einmal von mir und meinen Liedern. Ich schaue jetzt auch besser nicht noch mal genauer nach, sonst schreibe ich wieder alles um.

Bleibt jetzt nur noch die Frage, wen ich jetzt noch mit diesem Stöckchen beglücken soll…. vielleicht CharlesDexterWard oder Dennis… und wer sonst noch so Bock dazu hat, soll einfach mitmachen. Ihr werdet es hassen und lieben. In diesem Sinne: Auf die Musik!!!!

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14 Kommentare leave one →
  1. 26. Januar 2014 13:23

    Jeeee – Du hast es geschafft. 🙂

    Und ich muss sagen, es ist faszinierend aber fast jeder deiner genannten Songs gehörte auch zu meinem Leben, das wären dann die 15 anderen Songs. Witzig.

    Von Für Elise (das mich auch stark an meine Kindheit erinnert, aber wegen einen Spiel) über House of the Rising Sun, (alles von) Simon & Garfunkel, The Unforgiven, Hotel California, Stairway to Heaven, Colorblind von Counting Crows, Take On Me und Keep the Faith … all das hätte ich auch nennen können. Nur nicht Coldplay (kann ich nicht ausstehen) und sogar da ist Yellow der einzige Song der halbwegs erträglich ist. 😉

    Also ich mag deine Liste sehr und auch die dazugehörigen Geschichten. Bin froh dich damit so gequält zu haben! 😀

    • donpozuelo permalink*
      26. Januar 2014 20:24

      Ja, ich habe es geschafft 😀 War auch nicht einfach, aber ich habe mich irgendwann gern damit gequält.

  2. olivesunshine91 permalink
    26. Januar 2014 14:45

    „Für Elise“ steht auch als allererster Song auf meiner Liste 🙂 Es ist einfach eines der schönsten Pianostücke, die es je gegeben hat!

    Und ich finde Bon Jovi auch super! Bisher habe ich auch noch keinen einzigen Song der Bad gefunden, der mir nicht als Ohrwurm hängen geblieben ist.

    • donpozuelo permalink*
      26. Januar 2014 20:24

      Schön, dass ich auf Verständnis für mein Bon-Jovi-Fansein finde 😉 Sonst schütteln alle immer nur den Kopf… diese Banausen.

      • olivesunshine91 permalink
        26. Januar 2014 22:01

        Versteh‘ ich überhaupt nicht. Die Band gibt’s schon seit 30 Jahren und ich habe das Gefühl, sie werden stetig erfolgreicher. Und sie machen ja auch wunderbare Musik! Wenn ich da an „It’s My Life“, „Born to be my baby“ oder „Bed of Roses“ denke – die liefen doch im Radio in den letzten Jahren hoch und runter 🙂

        • donpozuelo permalink*
          27. Januar 2014 09:04

          😀 Mir musst du das nicht erzählen. Ich weiß das. Ich habe jedes Album von den Herrschaften zuhause. Naja, gut… man kann halt nicht alles in seinen Freunden haben 😀 😀 😀

        • olivesunshine91 permalink
          27. Januar 2014 21:38

          Stimmt auch wieder 😀 Aber ich kenn das… der Einzige, der zumindest einen Teil meiner Lieblingsmusik hört, ist mein Freund. Sonst hab ich bisher niemanden in meinem Freundeskreis gefunden, der das mit mir teilt 😀

      • 26. Januar 2014 22:12

        Ich liebe Bon Jovi. Zugegeben die neuen Sache nicht mehr, aber alles bis und inkl. „These Days“ kann ich auswendig und heute noch rauf und runter hören … Mein Favorit ist übrigens „Always“

        • donpozuelo permalink*
          27. Januar 2014 09:05

          Uh ja… schnulzig-schöner als „Always“ geht’s wirklich kaum noch.

  3. 26. Januar 2014 17:14

    Das X-Files-Theme hätte ich auch nennen können. Wurde mir damals von meiner Tanzschulpartnerin auf CD geschenkt. Vor ca. 15 Jahren. Unglaublich.

    COLORBLIND ist auch einer meiner Herzschmerzsongs. Unendlich traurig, aber so schön.

    • donpozuelo permalink*
      26. Januar 2014 20:25

      X-Files-Theme von der Tanzschulpartnerin? Was habt ihr danach getanzt 😀

      • 26. Januar 2014 20:38

        Vielleicht war es ein Zeichen, dass mein Tanzverständnis stets sehr mysteriös war. Ich kann es heute nicht mehr sagen. Die CD fliegt aber immer noch irgendwo hier rum… 😉

        • donpozuelo permalink*
          26. Januar 2014 20:41

          Das Tanzen ist irgendwo da draußen 😀

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  1. Worte bedeuten Leben! | Going To The Movies

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