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Friendly Neighbourhood Spidey

17. Januar 2014

Spider-Man ist cool. Für mich war Spidey zu Beginn meiner Comic-Lesezeit sogar noch ein kleines Stück cooler als Superman oder Batman. Denn Spidey war wie ich (na gut, nicht ganz wie ich.. mir fehlen die Spinnenkräfte) – aber ihr versteht, was ich meine, oder? Er war ein ganz normaler Typ. Kein abgedrehter Multi-Milliardär und auch kein gestrandeter Außerirdischer. Spider-Man ist in erster Linie auch Peter Parker, ein Junge, der Probleme hat, sein Leben in den Griff zu bekommen: an der Schule ist es nicht einfach, mit den Mädels ist es auch nicht so einfach und zuhause ohne Eltern, ohne Onkel ist es auch nicht einfach. Dazu kommen Geldprobleme und natürlich die Sache mit dem Superheld sein. Und das als Teenager… das hat mir immer unheimlich imponiert.

Nun haben wir ja Spidey schon in allen Formen kennengelernt. Es gibt Comics, es gibt die Trilogie von Sam Raimi und der Neustart von Marc Webb. Und dann gibt’s da noch unzählige Serien, die dem Wandkrabbler gewidmet sind. Eine davon trägt den Titel „The Spectacular Spider-Man“.

In – leider – nur zwei Staffeln lernen wir Peter Parker kennen. Im Gegensatz zu anderen Ansätzen fängt die Serie mittendrin an. Dass Peter Spider-Man ist, ist schon feste Tatsache. Aber die kleine Origin-Story fehlt auch nicht. Dafür werden in fast jeder Folge neue Bösewichte ins Spiel gebracht – hier meist in der Reihenfolge, wie man sie auch aus den Comics kennt. So bietet „The Spectacular Spider-Man“ einen schönen Abriss aller wichtigen Spidey-Schurken – von Electro (der ja demnächst wohl seinen großen Auftritt bekommt) über Sandman bis hin zu Doc Oc, Green Goblin, Rhino und natürlich Venom.

Zum Glück für uns gibt es meistens einen Roten Faden, sodass die Bösewichte nicht nur einfach so auftauchen und nach einer Folge wieder verschwinden. So baut die Serie sehr schön die Sinistren Sechs auf, nimmt sich Zeit für eine schön ausführliche Venom-Story und liefert mit dem Green Goblin ebenfalls einem der wichtigsten Hauptgegner eine gute Plattform.

Die einzelnen Episoden sind reich an guter Action. Die Gegner geben sich nicht so einfach geschlagen und fordern unseren guten Spinnenmann auch ganz schön heraus. Aufgelockert werden die Kämpfe durch das, weswegen man Spidey ebenfalls einfach nur lieben muss: herrlich bissige und schön ironische Kommentare über die generelle Unfähigkeit des Gegenspielers. Hier haben sich die Macher der Serie echt Mühe gegeben und so liefert Spidey hier bessere Sprüche ab als in allen vier Filmen zusammen. Vielleicht sollten die Drehbuchschreiber einfach mal die Serie gucken und sich inspirieren lassen.

Doch in „The Spectacular Spider-Man“ geht es nicht nur um Superhelden und Superschurken, denn wie wir ja alles wissen, geht es bei Spider-Man auch immer sehr stark um den Jungen hinter der Maske. Da macht die Serie keinen Unterschied. Und so muss sich der arme Peter auch hier mit den Problemen des Alltags plagen. Etwas, das hier allerdings sehr auf die Spitze getrieben. Der angebliche Nerd hat hier in seinen besten Zeiten drei Damen auf einmal am Haken. Manchmal sogar vier… da hätten wir Betty vom Daily Bugle, dann natürlich die zauberhafte Nerd-Prinzessin Gwen Stacy (die im Laufe der Serie ihre Brille „verliert“ und ein wahrer Hingucker wird), Cheerleaderin Liz Allan und natürlich nicht zu vergessen Mary-Jane Watson. Betty wird nur in einigen Folgen kurz erwähnt, während die letztgenannten Damen die Gefühle von Peter ordentlich durcheinander bringen. Solche Probleme hätte ich dann auch gerne gehabt, aber ich hätte auch gerne die Spinnen-Power. Man muss sich halt entscheiden können.

Nach 65 durchweg starken Folgen wurde „The Spectacular Spider-Man“ leider eingestellt und Marvel startete eine neue Serie, die auf den „The Ultimate Spider-Man“-Comics basierte. Für mich ein bisschen unverständlich, schließlich hatte man doch eine wirklich grandiose Serie am Laufen. Aber bei all den Rechten sieht man da wahrscheinlich eh nicht mehr durch. Mir hat „The Spectacular Spider-Man“ auf jeden Fall eine Menge Spaß gemacht. Wer den Wandkrabbler liebt, wird auch die Serie lieben. Wer einen guten Einstieg in die Welt des Spinnenmanns braucht, der ist hier auch an der richtigen Stelle – gute Action, gute Gags und viele Teenie-Probleme… die Welt des Peter Parker.

Wertung: 9 von 10 Punkten (alle wichtigen Figuren sind drin, die Gags sind großartig, die Action stimmt – wirklich ein spektakulärer Spider-Man)

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2 Kommentare leave one →
  1. 17. Januar 2014 08:07

    Sehr schön! Fand die Serie auch super! Für mich die beste Spidey Animations Show

    • donpozuelo permalink*
      17. Januar 2014 09:20

      Ich hab den Ultimate Spider-Man noch so gar nicht gesehen. Aber erst einmal steht diese Serie hier auch ganz hoch oben 😉

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