Skip to content

Killing in the rain

20. September 2013

Schon verrückt… ich habe mir mal so ein paar alte Reviews von mir angeschaut und dabei ist mir aufgefallen, dass ich Filme mit Vin Diesel fast immer mit den gleichen Sachen einleite: Entweder ich versuche zu erklären, warum ich Vin Diesel eigentlich mag, obwohl ich ihn früher irgendwie doof fand. Oder ich schreibe über seine Stimme bzw. seine Synchron-Stimme. Vielleicht sollten wir uns endlich mal auf was einigen: Ich mag Vin Diesel… weil er einfach ne coole Sau ist und die perfekteste, raue Bad-Ass-Motherfucker-Stimme überhaupt hat.

Und am besten gefallen mir Vin und seine Stimme nach wie vor als Furyaner Riddick – eine Rolle wie geschaffen für beide. Nach neun Jahren Wartezeit kehrt Riddick in „Riddick“ endlich auf die Leinwand zurück… und löst das größte Rätsel, dass der Trailer beinhaltete: Der Film ist wirklich der dritte Teil. Es sah ja alles ein bisschen aus wie eine Fortsetzung zu „Pitch Black“, aber es ist wirklich die Fortsetzung zu „Riddick: Chroniken eines Kriegers“.

Nachdem er Lord Marshall der Necromonger geworden ist, wird Riddick von Vaako (Karl Urban) verraten und auf einem unwirtlichen Planeten zurückgelassen. Hier muss er nun um sein Überleben kämpfen. Zum Glück findet Riddick eine verlassene Station und aktiviert das Notsignal. Und natürlich hört eine Bande Kopfgeldjäger den Ruf und folgt ihm… schließlich gibt’s für Riddick immer noch ordentlich Kohle. Doch auch ein anderer folgt Riddick auf den Planeten… jemand, der eine alte Rechnung mit Riddick zu begleichen hat.

Nachdem Regisseur David Twohy in „Chroniken eines Kriegers“ das ganze Riddick-Universum sehr viel größer gestaltete, kehrt er jetzt wieder zurück zu den Riddick-Anfängen: ein Mann, ein Planet und viele Probleme. Ich muss zugeben, ich finde es ein wenig schade, dass wir von den Necromongern und Riddicks Geschichte wieder einmal nicht sonderlich viel erfahren. Der Film ist eine weitere Episode, die – wenn man ganz ehrlich sein will – nicht nötig ist. Zu sehr orientiert sich Twohy an „Pitch Black“ und trägt so wirklich nichts Neues zur Riddick-Saga bei. Da hätte ich mir wirklich sehr viel mehr erhofft… aber so wie es aussieht, wollte man nach der langen Wartezeit einfach mal ein breiteres Publikum ansprechen, damit so vielleicht genügend Geld für einen vierten Teil zusammen kommt. Etwas mehr Mut und Liebe zur Figur Riddick wäre da echt besser gewesen.

Trotzdem ist „Riddick“ durchaus ein sehenswerter Film. Gerade der schon fast stummfilmartige Anfang, bei dem wir Riddick dabei beobachten, wie er in bester Robinson Crusoe-Manier sein Überleben sicher ist, ist schon ziemlich gut geworden. Doch das Ganze dauert allein fast vierzig Minuten. Gerade, wenn man Angst bekommt, dass ist schon der ganze Filme, geht’s nochmal so richtig los. Hier wird’s dann zu einem spannenden Katz-und-Maus-Spiel, wobei Vin Diesel die Maus und tausendmal besser als die Katze ist, die ihn da jagen will. Und als wenn das noch nicht reichen würde, gibt’s zum Höhepunkt noch ein paar fiese Monster und ordentlich viel Regen. Somit wird dann vielleicht ein zweites Manko des Films deutlich: Nicht nur wird die Story nicht wirklich fortgesetzt, sie wird in diesem Fall auch viel zu lang erzählt. „Riddick“ fühlt sich verdammt lang an und hätte 30-40 Minuten weniger gut vertragen können. Eigentlich bekommt man drei Filme in einem, von denen nur zwei wirklich gut funktionieren.

So wird die Zeit mit blöden Reibereien zwischen den Söldnern extrem in die Länge gezogen. Zumal die Darsteller – außer Vin Diesel – auch nicht wirklich besonders überzeugen. Es sind halt einfach eine Menge Testosteron gesteuerte Kerle mit großen Knarren. Die einzige Frau bei diesem Treffen ist Katee Sackhoff, deren einzige Aufgabe es ist, ihre Brüste durch enge Tops gut zur Geltung zu bringen. Einmal lässt sie dann auch das Top ganz weg… nur so zur Info 😉

Und auch wenn ich bisher eigentlich nur gemeckert habe, hat mir „Riddick“ trotzdem Spaß gemacht. Klar, es gab nichts Neues, aber allein die heroischen Vin-Diesel-Kampf-Sprung-Zeitlupen haben mir doch gezeigt, wie sehr ich Riddick an sich vermisst habe.  Immerhin wird gute Action geboten und Vin Diesel rockt die Rolle einfach.

Bleibt am Ende nur die Hoffnung, dass David Twohy die Geschichte rund um Riddick in kommenden Filmen etwas mehr ausbaut als hier. So bleibt „Riddick“ einfach nur eine Art Remake von „Pitch Black“ mit etwas mehr Action.

Wertung: 7 von 10 Punkten (Vin Diesel in seiner Parade-Rolle… etwas mehr Hintergrund wäre dennoch cool gewesen)

Advertisements
6 Kommentare leave one →
  1. luzifel permalink
    20. September 2013 09:10

    Klingt alles fantastisch für mich ^^ Ich freue mich sehr auf den Film!

    • donpozuelo permalink*
      20. September 2013 09:19

      Ja, der ist schon gut. Ich find’s halt nur echt schade, dass sie eigentlich eher einen Schritt zurück als nach vorne gehen… vor allem, was die Story angeht. Aber ansonsten ist’s immer noch gute Unterhaltung.

  2. 20. September 2013 13:26

    Was hast Du denn gesehen?
    Bei mir hat weder Daiquiri noch Bier geholfen den Film irgendwie zu mögen. Selbst eingefleischte Riddickliebhaberin und Freundin fand den echt doof, wenn nicht hochnotpeinlich. Irgendwie habe ich durchgehalten, aber 7 Punkte?
    Hier war eigentlich alles schlecht und die Effekte wesentlich schäbiger als in Pitch Black.
    Du bist VinDieselblind ganz klar 😆

    • donpozuelo permalink*
      20. September 2013 13:56

      VinDieselBlind 😀 das trifft’s vielleicht ganz gut. Keine Ahnung, was ich gesehen habe, das du nicht gesehen hast. 😉 Ich fand ihn halt recht unterhaltsam. Von so einem Vin Diesel erwarte ich natürlich auch nicht sonderlich viel. Klar hätte der Film von mir aus gerne mehr wie die erste halbe Stunde verlaufen können. Diesel allein war schon ziemlich cool. Hochnotpeinlich fand ich es halt in der Mitte, wenn die ganzen Kopfgeld-Jäger auftauchen. Das war schon sehr unnötig. Aber ansonsten… ist halt Diesel. Nicht zu viel erwarten und es funktioniert… irgendwie!

Trackbacks

  1. Verhext in der Zukunft | Going To The Movies
  2. Mein Freund, der Roboter | Going To The Movies

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: