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TFB IV: Very shagadelic

12. Juli 2013

James Bond im Weltall war ein reines Fiasko. Als Bond in „Moonraker“ versuchte die Welt vor der Vernichtung aus dem Weltall zu schützen, sah das einfach nur äußerst merkwürdig aus. Das Motto „Bond meets Star Wars“ passte nicht wirklich zusammen. Dazu kam noch die alberne Liebesgeschichte zwischen Scherge Beißer und seiner blonden „Lotta“ (oder wie auch immer sie heißen mag). Der Film bewies, dass Agenten noch nicht für den Besuch im All bereit sind.

Naja… bis auf einen. Und der geht nicht nur ins All, sondern verstrickt sich auch gleich noch in wilde Zeitreisen: Denn Dr. Evil (Mike Myers) fordert Austin Powers (Mike Myers) auf ein Neues heraus. Nachdem die beiden in „Austin Powers – Das Schärfste, was Ihre Majestät zu bieten hat“ in den 90er Jahren angekommen sind, kehren sie nun wieder in die 60er Jahre zurück. Denn Dr. Evil stiehlt dem eingefrorenen Austin mit Hilfe von Fieser Fettsack (Mike Myers im Fat-Suit) das Mojo… jene unglaubliche Macht, die Austin für Frauen unwiderstehlich macht. Um sein Mojo zurückzubekommen und Dr. Evil ein weiteres Mal aufzuhalten, reist Austin „Back to the Future“-Style in die 60er und bekommt dort Hilfe von der charmanten Felicity Schickfick (Heather Graham).

Das Einzige, was mir in „Austin Powers – Spion in geheimer Missionarsstellung“ nur noch gefehlt hat, war Lord Helmchen aus „Spaceballs“. Dann wäre die Agentenhatz im Weltall wirklich perfekt gewesen. Aber auch im zweiten Teil ihrer Agenten-Parodie sorgen Jay Roach und Mike Myers wieder für gute Lacher und schräge Gags. Die dieses Mal vor allem auch durch Dr. Evils Schwierigkeiten entstehen, seinen teuflischen Plänen passende Namen zu geben… oder etwa wenn er seine Forderungen endlich mal schön hoch anlegt und er trotzdem ausgelacht wird, weil es in den 60er Jahren solche Summen überhaupt nicht gibt. Der Arme hat’s aber auch echt nicht einfach…

Ich muss aber auch ehrlich zugeben, dass mir Teil Zwei der Austin-Powers-Reihe jetzt nicht so extrem gut gefallen hat. Klar, Mike Myers ist perfekt für die Rolle des Hippie-Agenten, doch so ganz wollte es bei mir nicht funken… lag wohl am fehlenden Mojo. Ich weiß auch nicht, irgendwie hätte ich mir gewünscht, dass man das mit dem Mojo als größeres Problem dargestellt hätte. Immerhin bedeutet es für Austin alles. Aber den ganzen Film hindurch wird das nicht so richtig deutlich. Ja, er macht sich Sorgen und macht deswegen auch nicht mit Felicity rum, aber so richtig schwer wiegt das fehlende Mojo nicht. Ich finde, das hätte man etwas besser ausbauen können… dann hätte die Botschaft am Ende – von wegen „Dein Mojo war nie weg! Es ist in dir! Blabla…“ – auch viel besser gepasst.

Aber gut… dafür gibt’s Weltraum- und Zeitreisen mit allen Komplikationen (obwohl man auch von denen ruhig hätte mehr einbauen können…).

Immerhin führt der Film gleich zwei neue Schurken ein: Fieser Fettsack und Mini-Me (Verne Troyer). Auf Fieser Fettsack hätte ich auch verzichten können… denn der ist eigentlich wirklich nur eklig, will ständig Babys fressen und ist eigentlich nur für Furzwitze gut. Doch es gibt ja noch Mini-Me… und allein wegen Mini-Me ist „Austin Powers – Spion in geheimer Missionarsstellung“ schon sehenswert. Da erkennt man: Mini-Versionen von sich selbst sollte jeder haben… einfach so, als guten Freund für schlechte Zeiten 😉

Ansonsten aber ist „Austin Powers – Spion in geheimer Missionarsstellung“ auch wieder ein wunderbarer Film geworden, der allerdings nicht so ganz an die Klasse des ersten Teils herankommt. Vielleicht liegt’s einfach daran, dass Agenten im Weltall wirklich nichts zu suchen haben.

Wertung: 8 von 10 Punkten (ein charmant-trotteliger Agent… auch ohne sein Mojo)

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