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2012

30. Dezember 2012

Alle Jahre wieder blicken wir wehmütig zurück. In einem Jahr mal mehr und in einem anderen Jahr mal weniger. 2012 war – wie ich finde – ein echt gutes Filmjahr, das so einiges zu bieten hatte.

Wir mussten uns von Christopher Nolans Batman verabschieden (und gleich darauf hören, dass Reboot und sonstiges schon in der Planung sind). Wir trafen auf einen neuen alten Spider-Man, der das schwere Los hatte, zwar gut, aber wenig originell zu sein (trotzdem freue ich mich auf den zweiten Teil) und wir konnten uns endlich von Joss Whedons „Avengers“-Projekt überzeugen. Ja, ja, es gab wieder einmal viele Superhelden in diesem Jahr, aber das sind wir ja mittlerweile gewohnt. Und einige Sachen davon sind ja auch richtig gut gewesen.

Wer mich schon ein bisschen länger verfolgt, weiß, wie schwer mir dieses Jahrescharts immer gefallen. Und der weiß auch, dass es bei mir keine Top-Ten-Listen gibt, sondern meine altbewährten Kategorien.

Überraschungshit I

Erste Trailer zu „Chronicle“ sahen durchaus interessant aus. Erste Kritiken sprachen ebenfalls für den Film, in dem drei Freunde plötzlich Superkräfte erhalten. Was mich aber dennoch immer wieder abschreckte, war die Found Footage-Thematik. Warum ich schlussendlich doch den Film geguckt habe… keine Ahnung!!! Aber er war großartig… eine durchweg interessante Geschichte mit tollen Schauspielern (vor allem Dane DeHaan hat sicherlich noch Großes vor) und einem Found Footage, das dank telekinetisch geführter Kamera ohne große Wackler auskommt.

Warum wurden sie nur nicht beachtet?

Für diese Rubrik bräuchte ich in diesem Jahr eigentlich einen eigenen Beitrag. Denn wie sonst noch nie habe ich in diesem Jahr auch mal fernab des Mainstreams das Kino besucht (wahrscheinlich eine Begleiterscheinung des Comic-Überschusses). Diese Filme hätten wirklich mehr Aufmerksamkeit erlangt:

  1. The Man With The Iron Fists (herrlicher Eastern-Trash)
  1. Young Adult (Charlize Theron als ewig Junggebliebene)
  1. We need to talk about Kevin (Gänsehaut pur dank eines großartigen Ezra Miller)
  1. Moonrise Kingdom (Wes Anderson… mehr muss man nicht sagen)
  1. Take Shelter (Ist Michael Shannon nun verrückt oder nicht? Kommt der Sturm oder kommt er nicht?)
  1. Shame (Michael Fassbender zeigt nicht nur seinen Schniedel, sondern auch sein enorm großes Talent)
  1. The Perks of Being A Wallflower (könnte für mich genau so gut in die Kategorie Überraschungshit – ein toller Film)
  1. Martha Marcy May Marlene (der Film, der wohl total untergegangen ist, ist gleichzeitig einer der stärksten überhaupt – unheimlich spannend und bewegend)

Fiesestes Filmfiasko

Nicholas Sparks war mir nur so grob ein Begriff. Ich wusste so viel, dass ich mir freiwillig wohl nie einen Film anschauen würde, der auf seinem Roman basiert. Wegen der Arbeit musste ich mir dann den Schmachtfetzen „The Lucky One“ mit Zac Efron doch anschauen – und es war einfach nur furchtbar langweilig! Selbst für eine Schnulze noch zu vorhersehbar und langweilig!!!

Mein erstes Mal

Ich kannte „John Carter“ vorher gar nicht, aber als ich las, wen die Figur von „Tarzan“-Autor Edgar Rice Burrough alles beeinflusste, war der Film Pflicht. Und auch wenn Disney das Ding als totalen Flop verbucht, ich fand den gut.

Visuelles Highlight

Der Film, über den in Sachen Optik wohl in diesem Jahr am meisten gesprochen wurde, war Peter Jacksons „The Hobbit“. Die doppelte Bildrate, die ein besseres und schärferes Bild liefern sollte, kam nicht bei allen an. Klar, es war gewöhnungsbedürftig, aber es sah schon toll aus.

Zwei Beispiele, wie 3D noch auszusehen hat, lieferten Ang Lee und Martin Scorsese. Schöneres 3D als in „Life of Pi“ und „Hugo“ gab’s in diesem Jahr fast kaum.

Hätte ich doch lieber nicht geguckt!

Ich hatte mich seit dem ersten Trailer sehr auf einen Vampire tötenden Präsidenten gefreut. Doch als ich dann im Kino Timur Bekmambetovs „Abraham Lincoln Vampirjäger“ sah, da enttäuschte mich das zutiefst. Ich hatte das Gefühl, man hätte sehr viel mehr aus der Story machen können. Viele Ideen hatten schon ihren Reiz, nur fesseln konnte mich der Film so gar nicht.

Überraschungshit II

Gareth Evans liefert mit „The Raid“ DEN Action-Superhit des Jahres. Ein Mann, eine Kampfkunst (Pencack Silat), ein Hochhaus und jede Menge böser Buben. Der Film rockte einfach nur!!!

Trickreich

Im Bereich Animation habe ich in diesem Jahr sogar zwei klare Favoriten: die Stopmotion-Piraten von Peter Lord waren einfach nur spitze. „Die Piraten – Ein Haufen merkwürdiger Typen“ hat einen extrem hohen Wiedersehenswert und ist für jeden Stop-Motion-Liebhaber ein Muss.

Für alle Games-Nerds (und auch die, die es nicht sind) war „Ralph reichts“ ein absolutes Muss. Der Film bewies, dass Disney sich auch mal was anderes traut, als immer nur Prinzessin und Prinz. Das Ganze noch liebevoll in einer Welt der Computerspiele war einfach nur toll.

Comeback des Jahres

Ich schwankte lange Zeit zwischen Judge Dredd und Joss Whedon. Aber während der Judge nur einen wirklich guten Film rausgebracht und so zumindest sein Image wieder aufpoliert hatte, geht dieser Pokal wohl eindeutig an Whedon. Mit seinen „Avengers“ hat er wohl die Erwartungen aller Fanboys übertroffen und gezeigt, wie Multi-Helden-Filme auszusehen haben. Gleichzeitig durften wir uns dann auch noch an seinem „The Cabin in the Woods“ erfreuen (auch, wenn der technisch gesehen schon alter Käse war). Hut ab, Mr. Whedon!!!

Hochgelobt und dann doch enttäuschend

Bei dem Gedanken an „Prometheus“ wird mir immer noch ein bisschen schlecht! Von Ridley Scott hatte ich mir für sein „Alien“-Prequel doch sehr viel mehr erwartet… die Erwartungen waren hoch, das Ergebnis mehr als nur enttäuschend.

Soooo, das war mein „2012“. Bitte nicht wundern, für Ryan Gosling und „Drive“ war irgendwie nirgendwo so richtig Platz, aber es ist trotzdem einer meiner Lieblingsfilme in diesem Jahr gewesen – mit einem Ehrenplatz im DVD-Regal.

Ich wünsche uns allen ein ebenso interessantes und abwechslungsreiches Kino-Jahr 2013 und allen meinen treuen Lesern einen guten Rutsch!!!

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18 Kommentare leave one →
  1. 30. Dezember 2012 14:17

    Mary Mini Meli Moni fand ich eher schnarchig, die Pickel des Mauerblümchens zumindest okay. Die Hochhausdresche und Chronisches beide eher *schulterzuck*

    Was mir aber auffällt, zumindest bei den Filmblogs, die ich in unregelmäßiger Regelmäßigkeit verfolge bzw. in euren Jahresrückblicken: Dokumentationen sind nicht so euer Ding? Ziemlich schade eigentlich.

    • donpozuelo permalink*
      30. Dezember 2012 14:21

      Ja, mit den Dokumentationen hast du echt Recht. Da laufen mir auch echt einfach zu wenige über die Kinoleinwand. Meistens muss man sich dann doch eher um die DVD bemühen, weil Dokus wahrscheinlich im Kino auch nie so richtig ihr Publikum finden. Was schade ist…

      Aber gut, da habe ich ja dann gleich einen Vorsatz fürs Neue Jahr: Mehr Dokumentationen!!!! 😉

  2. 30. Dezember 2012 14:52

    Vielleicht liegt es daran, dass ich den Film auf englisch gesehen habe und mir deshalb einige Feinheiten durch die Lappen gegangen sind… aber ich fand Martha May auch äußerst schnarchig.

    Kevin dagegen hatte eine unheimliche Langzeitwirkung bei mir, zu recht einer der unbekannten Überraschungsfilme.

    John Carter habe ich jetzt über Weihnachten auch gesehen, fand ihn auch sehr annehmbar.

    • donpozuelo permalink*
      30. Dezember 2012 15:07

      Ich fand „Martha May“ echt großartig… Mmh!!! Muss ja nicht für jeden so sein. 😉

      „Kevin“ ist wirklich ein fieser Langzeitwirkungsfilm!!! Und „John Carter“ war wirklich annehmbar. Ich hatte mich da irgendwie schon sehr auf die Fortsetzung gefreut.

  3. 30. Dezember 2012 16:06

    Moonrise Kingdom hätte tatsächlich mehr Beachtung verdient…aber wenn wir Glück haben gibts ja ne oscar Nomination.

    • donpozuelo permalink*
      30. Dezember 2012 16:20

      Wollen wir’s mal hoffen. Verdient hätte er es… wie so viele von der Liste der unbeachteten Juwelen. Naja, der Wes wird die Nominierung bestimmt fürs Drehbuch bekommen.

  4. 30. Dezember 2012 18:28

    Dir auch einen guten Start ins Jahr 2013!

    Ich selbst werde mir einen Filmrückblick sparen, nur soviel: „Prometheus“ war toll! So.

    • donpozuelo permalink*
      30. Dezember 2012 19:16

      Tja, Geschmäcker sind halt verschieden… und nein, „Prometheus“ war nicht sooo toll wie er hätte sein sollen.

      Ansonsten wünsch ich dir auch einen guten Start ins neue Jahr.

  5. 30. Dezember 2012 21:42

    Einen Teil der Filme habe ich verpasst oder sie liegen hier noch ungesehen, „Martha Marcy May Marlene“ zum Beispiel. Dass ich „Ralph Reichts“ nicht gesehen habe setzt mir echt zu, aber ich werde übernächste Woche Urlaub nehmen und dann hole ich ihn nach! Habe gerade gesehen , dass er noch im Cinestar Tegel läuft. „Life Of Pi“ – klassischer Muddifilm, werde ick gucken. Ansonsten sehen meine Top Filme etwas anders aus, mit der Nichtbeachtung liegen wir aber ziemlich gleich auf.
    Ich wünsche Dir auf jeden Fall einen guten Rutsch ins neue Jahr und einen noch besseren Start ins nächste 😀

    • donpozuelo permalink*
      31. Dezember 2012 09:27

      Muddifilm klingt gut 😀 „Ralph“ hol mal nach, der ist wirklich klasse.

      Dann wünsch ich dir auch einen guten Rutsch und bis zum nächsten Jahr!!! 😉

  6. 31. Dezember 2012 09:47

    Beim „Comeback des Jahres“ auf jeden Fall volle Zustimmung!

    • donpozuelo permalink*
      31. Dezember 2012 10:57

      😀 Ein besseres Beispiel gab’s da wohl in diesem Jahr nicht, oder???

  7. 31. Dezember 2012 12:27

    Hm, nicht so sehr beachtete Filme sind mir doch glatt entfallen. Dabei habe ich ja zum Glück auch einiges fernab der schwachen Blockbuster-Saisons gesehen.

    Allerdings konnte ich mit „Martha Marcy May Marlene“ auch nur sehr wenig anfangen, toll gespielt, aber einfach ziel- und aussagelos. „We Need to Talk About Kevin“ hingegen war einer der intensivsten Filme der letzten Jahre und geht wirklich unter die Haut.

    • donpozuelo permalink*
      31. Dezember 2012 12:51

      Mmh… bin ich denn der Einzige, dem Martha Marcy May Marlene gefallen hat??? Schade… aber gut, deswegen sollten Geschmäcker ja verschieden sein. Immerhin haben wir ja zu „Kevin“ die gleiche Meinung 😉

      Auf jeden Fall auch dir ein gesundes neues Jahr!!!!

  8. 9. Januar 2013 10:07

    Ganz vergessen hier zu kommentieren! Der Jahreswechsel war Schuld! 😀

    Ich mag die Kategorien, aber eine Top X Liste hat einfach was definitives 😉

    Bei den unbeachteten Filmen: Zustimmung für MMMM und Take Shelter, aber „Kevin“? Nä..da ist dir dieser Ezra wohl direkt ans Herz gewachsen 😉

    Du Glücklicher konntest The Lucky One schauen und beschwerst dich? Zac Efron!
    Aber im Ernst, als Zac Efron Fan wollte ich den auch nicht unbedingt sehen ^^

    Abraham Lincoln Vampire Hunter hatte schon was, der hat mich nicht enttäuscht. Aus der Story Lincoln + Vampire ist schon was gutes heraus entstanden glaube ich, alles andere hätte nicht gut funktionieren können glaube ich.

    (Joss Whedon) ,,gezeigt, wie Multi-Helden-Filme auszusehen haben“. *hust*

    • donpozuelo permalink*
      9. Januar 2013 10:34

      Zac Efron-Fan??? Wirklich??? Wie kam das denn?

      Ja, solche Top-Listen fallen mir immer schwer. Hab’s dann für die unbeachteten Filme gemacht, aber auch nur, weil es im letzten Jahr einfach sooo viele gab. Und ja, den Ezra find ich wirklich gut!!!

      Die Joss Whedon-Thematik lassen wir jetzt außen vor. Ich sehe, da treffen hier zwei vollkommen unterschiedliche Meinungen aufeinander 😉

      • 9. Januar 2013 12:10

        Bei Zac Efron, ganz einfach: Ich mag ihn. Er macht zwar viele Schnulzen, aber ist stets sympatisch in seinen Filmen. Bei „17 Again“, glaube ich, fing das an 😀 Ich glaube an ihn =)

        • donpozuelo permalink*
          9. Januar 2013 12:13

          Naja, warten wir ab. Vielleicht schafft er es ja irgendwann wie Leo DiCaprio sein Schnulzen-Image abzulegen.

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