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Das Ende ist unabwendbar

26. November 2012

Fortsetzungen sind ja mittlerweile ein absolutes Muss in Hollywood. Wenn etwas Geld einbringt, dann wird es halt so lange fortgesetzt, wie es nur geht. Mit seinem „Terminator“ setzte Regisseur James Cameron ja eine ähnliche Lawine von Filmen los. 1984 punktete er mit seiner Geschichte vom Krieg der Roboter gegen die Maschinen. Damit die Maschinen auch sicher gewinnen würden, schickten die den Terminator in die Vergangenheit. Erst sollte er die Mutter des späteren Rebellen-Anführers töten. Das war schon wirklich großes Kino. Als Cameron dann in Teil 2 einen weiteren Terminator auf den jungen John Connor hetzte, schuf er damit eine der besten Fortsetzungen überhaupt und einen großartigen Science-Fiction-Streifen. Doch schon hier musste man mit der Stirnrunzeln… Eigentlich war doch alles geklärt, der Krieg abgewendet. Nur scheinbar sind die Maschinen einfach zu gut, der Krieg und unser Ende nicht abzuwenden. So musste John Connor 1991 um sein Leben kämpfen und so musste er auch 2003 erneut um sein Leben kämpfen. Wenn einer eine arme Sau ist, dann wirklich John Connor. Eigentlich hätte er sich alles ersparen können…

Denn auch in „Terminator 3 – Rebellion der Maschinen“ kommt ein neuartiger Terminator in unsere Gegenwart. Doch statt dem alten T-1000 kommt mal was ganz Neues: Eine Terminatrix in Gestalt der umwerfenden Kristanna Loken. Die kommt dieses Mal nicht nur um John Connor (Nick Stahl), sondern auch seine zukünftigen Offiziere zu töten – darunter auch seine zukünftige Frau Katherine (Claire Danes). Zum Glück wird aber auch dieses Mal wieder unser altbekannter Terminator (Arnold Schwarzenegger) geschickt, um Connor zu helfen.

„Terminator 3“ muss ohne James Cameron auskommen. Der ist im richtigen Moment abgesprungen. Hat sich wahrscheinlich auch gedacht: „Das Beste habe ich eh selbst gemacht, besser geht’s nicht mehr.“ Und das stimmt. Besser als „Terminator 2“ geht’s wirklich nicht. So musste Regisseur Jonathan Mostow allein ran. Dabei wird schon mal sehr schnell deutlich, dass es im „Terminator“-Universum wirklich nichts Neues mehr zu erzählen gibt. Die einzige große Neuerung, mit der Teil 3 aufwarten kann, ist der weibliche Terminator. Kristanna Loken macht das souverän wie ihre beiden Vorgänger – mit dem großen Unterschied, dass sie der erste Terminator ist, von dem man sich vielleicht ganz gerne mal terminieren lassen würde.

Ansonsten bleibt alles andere ziemlich gleich: Action folgt Verfolgungsjagd folgt Reden über die Zukunft. Immerhin gibt sich Mostow viel Mühe, möglichst viele Zitate der Reihe zu bringen. Teilweise ist das recht amüsant – wenn Arnie zum Beispiel zu Beginn eine eher „Terminator“-untypische Sonnenbrille aufsetzt. Am Ende muss man aber leider feststellen, dass die Zitate das einzig sehenswerte am ganzen Film waren.

Nick Stahl und Claire Danes überzeugen dann auch nicht sonderlich als Leinwandpärchen. Während Stahl mir irgendwie zu zugekniffen wirkte, passte mir Danes einfach nicht so richtig in die Action-Damsel-Rolle. Wenn ich es jetzt benennen müsste, würde ich einfach sagen: Die Chemie zwischen den beiden stimmte nicht. Aber auch die Chemie zu ihren eigenen Rollen war irgendwie nicht wirklich gut, weswegen ich mit den beiden in diesem Film wirklich nichts anfangen konnte.

Ansonsten gibt es die üblichen Action-Einlagen, die – und das bleibt wenigstens für alle drei Teile – wirklich gut geworden sind. Arnie ballert nach wie vor fröhlich vor sich hin und die Kämpfe zwischen ihm und Loken sind einfach nur sehr cool. Allein wegen der Tatsache, dass die zarte Loken Arnie den Hintern versohlt.

Immerhin wird in „Terminator 3 – Rebellion der Maschinen“ nichts beschönigt. Von Anfang an ist klar: Es wird wohl immer so weiter gehen. Und so serviert uns Mostow statt dem üblichen „Terminator“-Happy End ein Ende mit Schrecken… und liefert so gleichzeitig den perfekten Übergang zu der eigentlich geplanten Trilogie, in der wir John Connor tatsächlich im Kampf gegen die Maschinen sehen. Doch außer „Terminator: Die Erlösung“ kam da bis jetzt nicht viel. Was vielleicht auch gut so ist… denn schließlich wurde die Geschichte des Terminators schon gut genug von Cameron erzählt. Aber wer weiß… in Hollywood klingeln ja ständig die „Reboot“-Glocken…

Wertung: 6 von 10 Punkten (wohl der schwächste Teil der Reihe mit viel Lärm, aber ohne wirklich was Neues)

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5 Kommentare leave one →
  1. 26. November 2012 11:09

    Ja, sehe ich ähnlich. Zwar nicht schlecht, aber Arnie als Terminator kann mehr. So irgendwie. Habe ich dennoch recht gerne gesehen.

    • donpozuelo permalink*
      26. November 2012 18:03

      Arnie hat mir als Bösewicht einfach am besten gefallen. Hier merkt man dem Terminator sein Alter schon ein wenig an. Gucken kann man den Film trotzdem. Muss man aber nicht zwingend.

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