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Sind Sie Sarah Connor?

21. November 2012

Wie schreibt man eine Rezension mit knapp 70 Wörtern? Mit nur knapp 20 Sätzen, bei denen es sich dann aber auch nur um kurze, knappe Sätze handeln darf, die nicht durch Nebensätze ergänzt werden. Ich habe echt lange gebraucht, um da irgendwas aufschreiben zu können – man kann immer viel schreiben. Aber wenig schreiben? Und dann auch noch die Botschaft des Textes angemessen rüber bringen? Das ist schon echt schwer.

Doch wenn Arnold Schwarzenegger das schafft, dann sollte ich das doch irgendwie auch schaffen, oder nicht? Immerhin hat Arnie in James Camerons großartigem Sci-Fi-Action-Hit „The Terminator“ auch nicht sehr viel mehr zu sagen als diese 20 Sätze. Und trotzdem schafft er es, einen der ruchlosesten und fiesesten Bösewichte auf die Leinwand zu bringen. Okay, Cameron hat da natürlich nachgeholfen… es ist schon cool, wenn man erst so nach einer kleinen gefühlten Ewigkeit mitbekommt, dass dieser massige Muskelberg in Wirklichkeit ein fieser Kampfroboter ist, der keine Moral und kein Erbarmen und erst recht keine Schmerzen kennt. Dieses „Ding“ tötet einfach nur. Der redet nicht lange um den heißen Brei, verrät seine geheimsten Pläne, damit andere sie vereiteln können. Nein, dieser Terminator aus der Zukunft soll einfach nur Sarah Connor (Linda Hamilton) töten, damit die niemals den zukünftigen Rebellenführer John Connor gebären kann.

Wie sagt man das alles in nur 20 Sätzen? Wie sagt man, dass Cameron wirklich großartige Arbeit leistet – sowohl im spannenden Storytelling als auch im Effekte und Action-Bereich? Wie lobt man diesen knallharten Arnie, der dank seiner ohnehin schon sehr starren Mimik einfach die perfekteste Wahl für diesen Film gewesen ist? Wie grübelt man über das Zeitreiseparadoxon, dass Cameron aufwirft, in dem er einen Mann aus der Zukunft und eine Frau aus unserer Gegenwart zusammenbringt?

Mit nur 70 Wörtern würde sich eine Rezension zu „The Terminator“ zwar dem „grandiosen“ Schauspiel von Arnold Schwarzenegger unterwerfen, doch sind es ja nicht nur die Worte, die er sagt, sondern auch die Taten, die er vollführt. Er wird ja zu diesem einsilbigen Kampfroboter, er spielt ihn nicht nur. Arnie hat mit dieser Rolle wirklich einen Standard gesetzt – zumindest, was fiese Roboter aus der Zukunft angeht. Eigentlich also ist so eine Kurzrezension unmöglich…

„Terminator ist ein absolutes Must-See. Ein Film wie der Terminator selbst. Konsequent. Hart. James Cameron beweist mit seinem Film schon früh sein Können. Der Mann kann Action und all das. Der wusste schon von Anfang an, wie man das richtig und gut macht. Mit Arnold Schwarzenegger hat er die perfekteste Wahl getroffen. Schwarzenegger IST der Terminator. Mit Fleisch und Blut. Und dem Zeug darunter. Für jeden Science-Fiction-Fan ist dieser Film Pflichtprogramm!“

Das waren so um die 70 Wörter und es ist noch längst nicht alles gesagt, was aus „The Terminator“ einen grandiosen, sehenswerten Film macht. Ich hab’s ja gleich gesagt: Nicht jeder kann mit nur 70 Wörtern zur Legende werden. Arnie hat das definitiv geschafft. Und Cameron natürlich auch… immerhin ist „The Terminator“ ein recht beeindruckender Durchbruchsfilm (von seinem Erstling „Piranha 2 – Fliegende Killer“ sollte man lieber nicht sprechen). So zeigt sich schon in „The Terminator“ all das, was Cameron später einmal sein wird: Ein Kino-Visionär, der sich nicht scheut, neue Wege zu gehen.

Wertung: 9 von 10 Punkten (Arnie, you’re the best fucking killing machine of all times!!!)

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22 Kommentare leave one →
  1. 21. November 2012 10:41

    Da kann ich nur zustimmen. Ein grandioser Film!

    • donpozuelo permalink*
      21. November 2012 11:43

      Yep!!! 😉 Ein absoluter Klassiker… auch wegen der Effekte. Ich finde ja nach wie vor die Einstellung klasse, in der Arnie sich am Auge rumdoktort und man den Wechsel zwischen Real-Arnie und animierter Puppenkopf-Arnie sieht. Heute ist das witzig, früher war das wahrscheinlich allerhöchste Kunst.

  2. 21. November 2012 11:57

    Arnie at his best halt^^

    • donpozuelo permalink*
      21. November 2012 12:26

      Aber sowas von 😉 Nicht viel reden und trotzdem verdammt gut!!! Manchmal ist ein fieser Akzent und ein starres Gesicht doch zu was gut.

  3. 21. November 2012 12:02

    Da muss ich mich ja fast ein wenig schämen, dass ich den Terminator noch immer nicht gesehen habe. Dass die Filme von Cameron besser sind als der dritte, unterstelle ich jetzt einfach mal – und damit wären sie ja (was du mit deiner Wertung ja untermauerst) zumindest einen Blick wert.

    • donpozuelo permalink*
      21. November 2012 12:27

      Camerons zwei Filme zum Terminator sind wirklich verdammt gut. Danach wird’s tatsächlich so ein bisschen langweilig. Aber Cameron hat hier schon was äußerst sehenswertes geschaffen. Unbedingt mal nachholen… wenn du mit all den Splattern und Slashern fertig bist 😉

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