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Kondome schützen!

22. Februar 2010

Nicht nur vor Krankheiten, sondern auch vor ungewollter Vaterschaft. Aber Kondome schützen nur, wenn man sie auch benutzt. Was uns Judd Apatow mit „Beim ersten Mal“ auch gleich noch mitteilt: Alkohol bringt nur Ärger. Und dann sind wir wieder bei der Sache mit den Kondomen.

Ben (Seth Rogen) ist ein kiffender Nichtsnutz, der zusammen mit seinen Freunden in einem Haus lebt und an einer Web-Site arbeitet, die die Nacktszenen berühmter Schauspielerinnen aufzeichent (erst viel viel später bekommen sie mit, dass so eine Seite bereits existiert – da wird uns dann auch noch deutlich gemacht, dass Drogen auch schlecht sind). Alison (Katherine Heigl) dagegen hat alles unter Kontrolle – zielstrebig arbeitet sie an ihrer Karriere. Die Zielstrebigkeit bringt ihr einen besseren Job und so etwas feiert man natürlich. Bei dieser Party lernen sich Ben und Alison kennen. Unter viel Alkohol und ohne besagtes Kondom landen beide zusammen im Bett. Acht Wochen später kotzt Alison James Franco (als er selbst) fast auf die Schuhe und stellt entsetzt fest, dass sie schwanger ist. Nun versuchen Ben und Alison sich besser kennenzulernen, um das Baby gemeinsam großzuziehen.

„Beim ersten Mal“ ist eine Komödie mit dringlichen Botschaften:

  • One-Night-Stands können zu längeren Beziehungen führen.
  • Alkohol und Drogen schaden.
  • Und: Kondome schützen.

Judd Apatows Erstling war „Jungfrau (40) männlich, sucht…“, der mir persönlich nicht so sehr zugesagt hat. Das ist bei „Beim ersten Mal“ schon ein bisschen anders. Die Geschichte ist herzlicher, komischer und glaubwürdiger (nicht, dass 40-Jährige Jungfrauen nicht glaubwürdig sind, aber der Verlauf des Films war ein wenig – naja). Die Situation, dass aus einem One-Night-Stand mehr wird, verpackt Apatow in einem wunderbaren Kampf zwischen Heigl und Rogen. Der dicke Rogen darf dabei für die etwas deftigeren Witze verantwortlich sein, während Heigl scheinbar nur dafür zu sorgen hat, den Film auch „Grey’s Anatomy“-Fans schmackhaft zu machen.

Überraschenderweise fand ich den Film dann aber doch recht rührend. Frei nach dem Motto: „Man wächst mit seinen Verantwortungen“ durchleben wir vor allem mit Ben eine Seelenwanderung. Und das ist etwas störend am Film – obwohl es sich um zwei Personen handelt, konzentriert sich Apatow mehr auf Ben. Vielleicht liegt das daran, dass Apatow sich bis jetzt mehr mit Männerfiguren auseinander gesetzt hat. Leider muss die gute Katherine Heigl darunter leiden und kann sich gar nicht richtig aus der stark hervorsehbaren Rolle lösen – oder ihr etwas mehr Tiefe verleihen.

Trotzdem ist „Beim ersten Mal“ ein netter kleiner Film über das Erwachsenwerden, das Loslassen und das Zusammenkommen. Und auch ein bisschen Lovestory (ohne dabei zu schwülstig zu werden.)

Wertung: 7 von 10 Punkten (Alkohol und Sex sollte man nach diesem Film besser nicht mehr mischen 🙂 )

3 Kommentare leave one →
  1. 22. Februar 2010 20:55

    Bei „Superbad“ haben mich Rogens derbe Sprüche mit zunehmender Dauer schon sehr genervt und hier ist es nicht anders. Immerhin geben Heigl und Rogen ein schräges aber nettes Leinwandpaar ab.

    • donpozuelo permalink*
      22. Februar 2010 21:16

      „Superbad“ habe ich nicht gesehen. Bei dem Film hier fand ich es jetzt mit derben Sprüchen nicht so extrem, dass es mich genervt hätte. Ehrlich gesagt, war ich auf derbere Sachen vorbereitet – vielleicht liegt’s daran 🙂

Trackbacks

  1. Leben und lieben mit 40 | Going To The Movies

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