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Space Cowboys, die Zweite

10. Februar 2010

Nach 14 Folgen „Firefly“ war alles vorbei und es fing alles erst an. Denn mit dem Verkauf der DVDs wuchs die Fangemeinschaft, wurde die Serie Kult und das Verlangen groß, den Fans vielleicht doch noch etwas zurückgeben zu können. Joss Whedon schaffte es dann 2005 einen Film in die Kinos zu bringen, der die Serie weiterführte.

Man sollte aber gleich zu Beginn sagen: „Serenity“ funktioniert auch wunderbar ohne das man die Serie gesehen hat (zumindest habe ich zuerst den Film gesehen und danach erst die Serie).

In „Serenity“ konzentriert sich Whedon mehr auf die mysteriöse River (Summer Glau). In der Serie wurde nur wenig von ihr und ihren Fähigkeiten preisgegeben. Im Film wird aber schnell deutlich, dass River besonders ist und dadurch Captain Reynolds (Nathan Fillion) und seiner Crew reichlich Probleme einbringt. River ist eine Telepathin und kennt dadurch die Geheimnisse der Allianz, auch wenn diese tief in ihrem Gehirn verborgen sind. Bei einem Wutausbruch, der durch eine unterschwellige Botschaft in einer Werbung ausgelöst wird, ruft River den Namen „Miranda“, bevor sie durch ihren Bruder beruhigt wird. Im Laufe des Films reist die Crew der „Serenity“ zum Planeten Miranda, um dort ein dunkles Geheimnis zu enthüllen, das die menschenfressenden Reaver und die Allianz betrifft.

„Serenity“ weicht ein wenig von „Firefly“ ab. Aber im Guten. Immerhin reden wir hier von einem zweistündigen Kinofilm, der muss ein wenig mehr bieten als eine 45-minütige TV-Folge. „Serenity“ hat mehr Action und mehr Fights – vor allem Summer Glau als River darf ordentlich Leute vermöbeln – in wunderbar choreografierten Fights. Dagegen wirken Captain Mal und seine Leute wie grobschlächtige Banditen mit ihren Waffen – was sie ja auch ein wenig sind. Ein wenig aber auch nur 🙂

Aber auch wenn sich „Serenity“ im Gegensatz zu „Firefly“ durch mehr Action auszeichnet, bleibt die Anziehungskraft des Films bei seinen Figuren. Dadurch grenzt sich „Serenity“ gleichzeitig von vielen anderen Sci-Fi-Filmen ab und liefert eine gute Story mit glaubwürdigen Charakteren und netten Effekten. Dass einzige, was jetzt nicht mehr so hundertprozentig passt, sind die Western-Elemente. Daher wurden die ein wenig vernachlässigt, das fällt es nicht weiter auf und ist daher zu verschmerzen.

„Serenity“ ist aber leider, leider auch ein Abgesang auf „Firefly“. Ohne viel mehr verraten zu wollen, aber es sterben einfach zu viele Figuren der Crew, ohne die ein Aufleben der Serie einfach nicht mehr denkbar ist. Somit setzt Joss Whedon mit seinem Film einen Schlussstrich unter eine wirklich kultige Serie. Und wieder müssen wir uns fragen, warum nur???

Aber statt zu trauern, packen wir einfach „Firefly“ wieder in den DVD-Player, setzen den Cowboy-Hut auf und feiern eine großartige Serie. Und wenn wir uns durch die 14 Folgen durch haben, köpfen wir den Sekt und verabschieden uns mit „Serenity“.

Wertung: 9 von 10 Punkten (krönender Abschluss einer Serie – leider mit zu vielen tragischen Todesfällen)

4 Kommentare leave one →
  1. 11. Februar 2010 13:45

    Weder Serie noch Film habe ich bisher gesehen. Könnte daran liegen, dass ich Super RTL für gewöhnlich nicht gucke… Wahrscheinlich muss man eh den O-Ton genießen. Wird dann auf DVD mal nachgeholt.

    • donpozuelo permalink*
      11. Februar 2010 16:24

      Ich hab’s auch nur auf DVD gesehen. Im TV hätte ich mir das auch ehrlich gesagt nie angetan.

      Sollte auf jeden Fall mal nachgeholt werden. Das Gute daran ist, du kannst auch erst mal nur den Film gucken. Wenn dir der gefällt, dann gefällt dir auch die Serie.

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