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Keine Zeit, keine Zeit

15. Januar 2010

Hört sich eigentlich fast so an wie das weiße Kaninchen aus „Alice im Wunderland“, wir haben es hier aber nicht mit einem weißen Kaninchen zu tun, sondern mit dem armen Denzel Washington, der einfach keine Zeit hat.

„Out of Time“ zeigt uns einen hektischen Denzel Washington mit dem deutschesten Namen in einem amerikanischen Film – Matthias. Um bei dem Vergleich mit dem weißen Kaninchen zu bleiben: Polizeichef Matt hetzt den ganzen Film eigentlich nur hin und her. Der Grund dafür: er wurde fies übers Ohr gehauen – um für die Krebsbehandlung seiner Geliebten Ann zu bezahlen, klaut Matt Drogengeld. Kurze Zeit später brennt das Haus Anns und ihres Mannes ab. Zwei Leichen werden gefunden. Da Matt als Begünstigter in der Lebensversicherung von Ann auftaucht, muss er alles daran setzen, jetzt nicht selbst unter Mordverdacht zu geraten. Problem ist nur, dass seine Ex-Frau Alex (Eva Mendes) die Ermittlungen aufnimmt. Um von seiner Person (und einem möglichen Mordverdacht) abzulenken, sabotiert Matt die Ermittlungen und stellt seine eigenen ein – immer mit der quälenden Uhr im Nacken, die ihm sagt, er muss schneller sein als Alex.

„Out of Time“ stellt wieder einmal den Beweis, wie wichtig musikalische Untermalung für einen Film ist. In den für Matt entscheidenden Szenen ist das ständige Ticken einer Uhr sein Begleiter. Aber zum Glück ist der Film von Carl Franklin mehr als nur eine tickende Uhr und bewegte Bilder. Es ist ein gekonnter Krimi mit einem glänzenden Film-Pärchen: Washington spielt den gehetzten Saboteur mit großer Hingabe, während Mendes eine heiße Verfolgerin abgibt, die lange Zeit gar nicht weiß, wenn sie eigentlich jagt.

Interessanterweise nimmt sich „Out of Time“ aber gerade am Anfang mehr Zeit als gedacht. Ganz gegen die Erwartung – es würde sofort richtig losgehen – zeigt uns Regisseur Franklin erstmal einen verliebten Polizeichef, der alles tun würde, um seiner Ann zu helfen. Es ist für „Out of Time“ aber unendlich wichtig, dass der Anfang alles gemächlich erzählt, denn nur so wird offensichtlich, warum Matt später die gesamte Untersuchung sabotieren muss.

Somit ist „Out of Time“ ein schneller Krimi, der vor allem durch sein Tempo (vom Anfang abgesehen) und Denzel Washington getragen wird. Es macht Spaß diesen Film zu gucken, weil er sich immer wieder selbst antreibt – er hat ja schließlich keine Zeit. Zwar erfindet „Out of Time“ das Rad nicht neu und ist an und für sich relativ schnell zu durchschauen – spannend ist der Film trotzdem. Vor allem dann, wenn sich Matt und Alex (für Alex unwissentlich) ein Ermittlungsduell liefern.

Wertung: 8 von 10 Punkten (Hetzjagd ohne Atempause – spannend)

2 Kommentare leave one →
  1. 18. Januar 2010 20:36

    Leider nich gesehen. Werde ich wohl aber dann jetz noch nachholen.
    Aber es gibt deutschere Namen als Matthias. 😉

    • donpozuelo permalink*
      18. Januar 2010 22:29

      Wohl wahr, aber in nem amerikanischen Film habe ich den Namen Matthias so noch nicht gehört. Vor allem nicht bei einem schwarzen Schauspieler.

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