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Häschen hüpf

14. Dezember 2009

An und für sich eine echt coole Idee: Es gibt Menschen, die sich Kraft ihrer Gedanken an einen bestimmten Ort teleportieren können. Natürlich ist teleportieren schon für alle Trekkies vorprogrammiert, deswegen nennt man es in Doug Limans Film „Jumper“ halt einfach „jumpen“ – springen.

Wir begleiten den jungen Jumper David (Hayden „Anakin“ Christensen), der in jungen Jahren feststellt, dass er „jumpen“ kann. Daraufhin macht er natürlich, was wohl jeder von uns tun würde: er haut von zuhause ab, „jumpt“ in ein paar Tresore und lebt das Leben eines Wanderers. Aber natürlich kann das nicht immer so gut gehen: Schließlich „darf nur Gott überall sein“. Und so macht David schnell Bekanntschaft mit einer uralten Organisation, die seit jeher Jagd auf „Jumper“ macht – die Paladine. Paladin Roland (Samuel L. Jackson) macht sich daran, David und seine Freundin Millie (Rachel Bilson aus „The Last Kiss“) zu jagen. Zum Glück für David trifft er auf einen weiteren „Jumper“ namens Griffin (Jamie Bell), der ihm hilft.

„Jumper“ ist ein netter Film, aber kein großartiger. Die Effekte sind gut gemacht, der ständige Wechsel zwischen den Jumps ist rasant geschnitten – bloß nicht aus Versehen mal wegschauen, man könnte einen Ort verpassen. Leider fehlt es „Jumper“ dann aber doch an Tiefe. Die Story mit den Paladinen und den Jumpern hat Potenzial, kann sich aber nicht entwickeln. Warum diese Pseudo-Gotteskrieger die Jumper verfolgen, ist nicht klar. Auch Davids Suche nach seiner angeblich verschollenen Mutter findet eine schnelle Auflösung.

Doug Liman hat ja eigentlich schon mit „Die Bourne Identität“ und „Mr. & Mrs. Smith“ bewiesen, dass er ein Händchen für gute Action hat. An „Jumper“ beißt er sich leider die Zähne aus. „Jumper“ verwendet coole Effekte mit einer flachen Story. Zum „Glück“ für die Geschichte bleibt alles relativ offen – es könnten theoretisch noch zig Teile folgen. Die Jumper sind austauschbar, die Fronten mit den Paladinen klar geregelt. Vielleicht besteht so sogar die Möglichkeit, mehr in die Hintergrundgeschichte zu investieren. Aber bis jetzt hat man noch keinen zweiten „Jumper“-Teil sehen können. Vielleicht ja auch ganz gut…

Die Schauspieler-Riege von „Jumper“ ist eigentlich wirklich namenhaft und kann – wie sooft – den Film nicht retten. Samuel L. Jackson spielt ja sowieso in fast jedem Film den Fiesling. Wer ganz genau aufpasst, wird am Ende sogar noch auf Kristen Stewart stoßen, die Vampir-Liebe aus „Twilight“.

Bei „Jumper“ hätte man sich einfach nur etwas mehr auf die Story konzentrieren müssen, dann hätte da eine ganze Filmreihe werden können. So wollen wir nur hoffen, dass nicht bald wieder gejumpt wird.

Wertung: 6 von 10 Punkten (da möchte man doch fast selbst ein Jumper sein – mehr aber auch nicht)

2 Kommentare leave one →
  1. Dr. Borstel permalink
    16. Dezember 2009 17:46

    Beim Film stimme ich dir so in ungefähr zu, aber bin ich eigentlich der Einzige, der Jamie Bell in „Jumper“ absolut genial fand? Für mich eine der Überraschungen des letzten Filmjahres; großartiger Auftritt!

    • donpozuelo permalink*
      16. Dezember 2009 18:24

      Genial??? Naja, ich weiß nicht so recht. Gut war er schon, ich habe ihn ehrlich gesagt auch mehr gemocht als Hayden Christensen. Aber das geht halt alles ein wenig in der wenig durchdachten Story unter…

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