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10. Dezember 2009

Es gibt Filme, über die sollte man nicht viele Worte verlieren. Das kann daran liegen, dass sie so toll sind, dass man gar nicht weiß, wie man sie beschreiben soll. Andererseits kann es auch sein, dass sie so grottenschlecht sind, dass man einfach nur sagen sollte: „Bloss nie wieder ansehen.“

Für den Film „Die Vergessenen“ von Joseph Ruben ist eher das zweite zutreffend: Julianne Moore spielt eine verzweifelte Mutter, die ihren Sohn vermisst. Dumm ist nur, dass sie die einzige ist, die ihn vermisst. Sowohl ihr Mann als auch ihr Psychiater (Gary Sinise) gehen davon aus, dass Depressionen für all das verantwortlich sind. In Ash (Dominic West) findet die Mutter eine verwandte Seele, denn auch Ash vermisst sein Kind.

Der ganze Film klingt wie eine billige Folge Akte X, denn plötzlich taucht die NSA auf, mysteriöse Sachen passieren – Menschen werden einfach in die Luft gesaugt und werden nie wieder gesehen und dann gibt es da noch diesen merkwürdigen Mann, der scheinbar mit der ganzen Sache zu tun hat.

Was vielleicht ein toller Mystery-Thriller werden sollte, wird einfach nur eine erbärmliche Farce. Die ganze Zeit über bleibt alles im Dunklen, nur um in einem „überraschenden“ Ende Aufklärung zu finden.

Mystery-Filme sollten vieles sein, nur nicht sterbenslangweilig. Leider Gottes ist „Die Vergessenen“ von Anfang an langweilig und ohne jede Spannung. Daher sollte das ganze ohne weitere Worte abgeschlossen werden.

Nur nochmal zur Erinnerung: Egal, was ihr Gutes über diesen Film gehört haben mögt, verzichtet darauf, „Die Vergessenen“ jemals zu schauen. Lieber einfach nur vergessen…

Wertung: 1 von 10 Punkten (Mystery-Langweiler allerletzter Sahne)

6 Kommentare leave one →
  1. 10. Dezember 2009 21:58

    Ich habe den Film vor etwa einem Jahr gesehen und versuche seitdem, „Die Vergessenen“ ebenfalls zu vergessen.

    • donpozuelo permalink*
      11. Dezember 2009 07:21

      Oha… da scheint es wohl kein schnelles Heilmittel zu geben, wenn du schon seit einem Jahr versuchst, diesen Film zu vergessen…

      • 11. Dezember 2009 15:18

        Erst recht nicht, wenn man in der Fernsehzeitung blättert und in Programmvorschauen so „dezent“ auf solche Filme aufmerksam gemacht wird…

        • donpozuelo permalink*
          11. Dezember 2009 20:06

          Viel schlimmer finde ich, dass die TV Movie den Film sogar zu ihrem Tagestipp gemacht hatte: „Unterkühlter Reißer mit gezielten Schocks“. Da frage ich mich schon, ob die die Filme wirklich noch gucken oder sich einfach nur aus irgendeiner Pressemitteilung den Text kopieren.

        • Dr. Borstel permalink
          11. Dezember 2009 20:56

          Die TV Movie empfiehlt sowieso 90% aller Filme, weswegen ich auch dringend zu einer anderen Programmvorschau rate. Die TV Spielfilm ist erstens übersichtlicher, bewertet zweitens Filme meist nur dann gut, wenn sie zumindest halbwegs annehmbar sind, und drittens hat sie Kalkhofe. And the winner is … 😉

        • donpozuelo permalink*
          11. Dezember 2009 21:10

          Ja, ich sollte echt mal wechseln… aber nach Jahren fällt das schwer

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