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Was für Drogen nehmen die eigentlich?

29. Oktober 2009

Und wenn wir die Frage geklärt haben, sollten wir ihnen diese Drogen gleich weg nehmen. Es ist zu ihrem und vor allem unserem Schutz. Wer sind „sie“? Die Produzenten, Drehbuchschreiber, Schauspieler und Regisseur von dem „Horrorfilm“ „Orphan – Das Waisenkind“.

Ausgangsposition:

  • Produziert von Joel Silver und Leonardo DiCaprio wird uns eine kleine Familie vorgestellt. Die Mutter Kate (Vera Farmiga) war mal Alkoholikerin, weswegen ihre kleine Tochter Max bei einem Unfall fast gestorben wäre und nun taub ist. Der Vater John (Peter Sarsgaard) ist Architekt und hatte während der Alkoholphase seiner Frau eine Affäre. Dennoch entscheiden sich die beiden ein Waisenkind in ihr wunderschönes Haus aufzunehmen – eine Art Ersatz für Kates Totgeburt. Doch mit dem russischen Waisenkind Esther (Isabelle Fuhrman) bringen sie einen kleinen Satansbraten ins Haus: superintelligent, charmant, gerissen und absolut hinterhältig. Esther spielt die Familie mehr und mehr gegeneinander aus – immer mit dem Versuch, vor allem Vater John mehr an sich zu binden und gegen Kate aufzubringen.

Positives:

  • Das Haus der Familie ist ein wunderschönes Gebäude.
  • Isabelle Fuhrman als fiese Esther spielt grandios – einen tödlicheren Blick bei einem kleinen Kind habe ich noch nie gesehen.

Negatives:

  • Die Story
  • Die Story
  • Die Story
  • Und falls ich es noch nicht gesagt habe: Die Story zu „Orphan“ ist einfach nur haarsträubend. Leider haarsträubend dämlich, statt haarsträubend gruselig. Ich werde nicht spoilern, aber die Auflösung zu „Orphan“ ist selten dämlich. Und zwar so dämlich, dass ich mich fragen muss, wie man überhaupt Geld für so etwas ausgeben konnte.
  • Der Film lässt zudem klassischen Horror vermissen. „Orphan“ beginnt eher wie ein Familiendrama. Regisseur Jaumet Collet-Serra versucht mit relativ billigen Tricks, Spannung zu erzeugen. Zwar versucht er an einigen Stellen gegen die Erwartung des Zuschauers zu steuern, am Ende aber verfällt auch er billigen Klischees.

„Orphan“ gehört schon zu den schlechtesten Filmen, die ich je gesehen habe. Es ist schon eine Frechheit, dass solche Filme woanders auch noch positiv bewertet werden. Ich kann nur sagen, dass „Orphan“ zwar durchaus Potential hätte (liegt aber nur an den durchweg guten Schauspielern), aber die Geschichte und ihre Auflösung ist einfach nur absurd und dumm.

Wertung: 2 von 10 Punkten (reine Zeitverschwendung dank einer bescheuerten Story mit wenig Spannung)

5 Kommentare leave one →
  1. 29. Oktober 2009 19:57

    „Das Haus der Familie ist ein wunderschönes Gebäude.“ OK, den Film muss ich mir dann also anschauen 😉

    • 29. Oktober 2009 20:03

      😀

      Irgendwas Gutes sollte einem doch zu jedem Film einfallen (finde ich) und wenn es halt nur das Haus ist. Und wenn es dann noch so ein tolles Haus ist, dann sollte man das erwähnen – zumal ich ja noch nicht einmal das tolle Baumhaus der Kinder erwähnte habe 🙂

      • 29. Oktober 2009 20:10

        Ich lese solche Beiträge ja immer sehr gerne, aufgrund Zeitmangel und schrecklich schlechtem Filmgedächtnis kenne ich Filme aber oft nicht oder behaupte das steif und fest bis zur 75. Minute, obwohl Herr Quadratmeter mir glaubhaft versichert, dass wir den schon mindestens dreimal gemeinsam angeschaut haben.

        Daher musst du, wie Dr. Borstel und Benno in der Sternchenkneipe, dann mal gelegentlich unter unqualifizierten Kommentaren leiden 😉

  2. 29. Oktober 2009 20:33

    Kein Problem… Kommentare sind immer willkommen – egal welcher Art 😀

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