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Im Dunkeln ist gut munkeln

24. Oktober 2009

Vin Diesel-Filme… was soll man dazu eigentlich noch sagen? Vin Diesel mag ich nicht. Keine Ahnung, woran das liegt, aber bis jetzt habe ich es noch nie geschafft, mir den Vin Diesel-Film schlechthin „xXx“ anzuschauen. Ist mir einfach irgendwie zu hohl gewesen. Irgendwann mal habe ich dann doch einen Vin Diesel-Film gefunden, den ich halbwegs mochte und das war „Babylon A.D.“ (der allerdings durch schwer zufrieden zu stellende Produzenten arg leiden musste). Um Mark Sinclair Vincent (so sein richtiger Name) noch eine Chance zu geben, habe ich mir „Pitch Black“ angesehen… und ich bin hin und her gerissen, was ich von dem Film halten soll.

Ein Siedlungsschiff stürzt „Dank“ eines Meteoritenhagels auf einem kargen Wüstenplaneten ab. Die Siedler und die Besatzung müssen feststellen, dass sich unter ihnen auch ein gemeingefährlicher, glatzköpfiger, muskelbepackter Mensch namens Riddick befindet, der – so hat es den Anschein – die härteste Sau im Universum ist. Umso tragischer für Besatzung und Siedler, als sie feststellen müssen, dass Riddick nicht ihr einziges Problem ist: eine multiple Sonnenfinsternis (der Planet hat drei Sonnen – deswegen) versenkt den Planeten in absolute Dunkelheit und macht so Platz für fiese Alien-Monster, die tierisch Hunger haben. Nun heißt es: Riddick oder die Aliens. Man entscheidet sich für Riddick und gegen die Aliens.

„Pitch Black“ ist nicht das Gelbe vom Ei und sicher auch nicht das Licht am Ende des dunklen Tunnels mittelmäßiger Sci-Fi-Action-Horror-Thriller (langes Wort): jede einzelne Figur ist ein Klischee für sich: der Kopfgeldjäger, der eigentlich der Gute sein sollte und doch ein riesiges Arschloch ist; die Pilotin, die sowas wie eine Anführerin mit Gewissensbissen wird (sie wollte nämlich gleich zu Beginn des Films etwas Schlimmes tun), den Quoten-Farbigen und ein kleines Kind haben wir da auch noch, sowie einige Figuren, die nach dem „Star Trek“-Motto gecastet wurden: sobald die Nebenfigur etwas zu sagen hat, wird sie sterben. Und natürlich haben wir da noch den knallharten Fiesling Riddick: an und für sich die perfekte Rolle für Vin Diesel: Muskeln statt Hirn, wenig Text außer ein paar One-Linern und ein Bruce Willis „Die Hard“-Look. Schade nur, dass Vin seine Rolle nicht konsequent durchspielen darf, sondern sich am Ende urplötzlich zum Guten wendet und doch noch alle rettet, die es zu retten gibt.

Achja, und die Aliens habe ich vergessen: Sehen fast genau so aus wie das altbekannte „Alien“, dass sich H.R. Giger ausgedacht und hier nun leicht verändert auftaucht.

Und dennoch: irgendwie hat „Pitch Black“ was. Er hat mich zwar nicht atemlos vor dem Fernseher sitzen lassen, aber der Film ist auf seine Weise unterhaltsam. Das liegt vielleicht daran, dass er so herrlich vorhersehbar ist und man – ohne den Film vorher gesehen zu haben – einfach mitspielen kann. Dazu eine düstere Atmosphäre und Vin Diesel – kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Eins habe ich mich nur die ganze Zeit über gefragt: Spricht der Synchron-Sprecher von Vin Diesel wirklich immer so oder macht er das nur, um Vin das Tüpfelchen auf dem i zu verpassen??? Ich habe mir die ganze Zeit vorstellen müssen, wie dieser Mann so zum Fleischer geht und sich seine Wurst bestellt 🙂

Egal, wie man „Pitch Black“ nun einordnet, schlecht ist er nicht. Auf seine Weise ist er – wie gesagt – recht unterhaltsam. Und das hat ja auch dazu geführt, dass mit „Riddick – Chroniken eines Kriegers“ sogar ein zweiter Teil herauskam (in dem sogar Dame Judi Dench mitspielte).

Wertung: 5 von 10 Punkten (Vin Diesel – hier kann er selbst im Dunkeln noch Farbe sehen)

10 Kommentare leave one →
  1. 24. Oktober 2009 11:26

    Also, ich mag Vin Diesel als Actionstar eigentlich schon. Deshalb hat mir wohl auch Pitch Black sehr gefallen (mit dem Originalton hört sich Vin auch gleich noch tausend mal cooler an 😉 ).
    Von dem Sequel würde ich dir allerdings abraten, wenn du eh nicht viel von Vin Diesel hältst, denn für mich war der Film nur wegen ihm noch sehenswert.

    • 24. Oktober 2009 11:33

      Ich kenne das Sequel, deswegen habe ich ja gestern den Film geguckt. Und eigentlich hat mir das Sequel ganz gut gefallen. War ne coole Optik und ne halbwegs interessante Story, die mich neugierig gemacht hat auf die Figur des Riddick…

      Und wie gesagt, man darf meine 5 von 10 auch nicht als allzu negativ ansehen. Ich fand den Film ja nicht schlecht.

  2. Dr. Borstel permalink
    24. Oktober 2009 14:35

    Ich mochte Pitch Black auch ziemlich gerne, muss ich sagen. Nicht dass ich sonderlich viel von Vin Diesel halten würde, aber für ihn ist das einfach eine richtige Paraderolle. Das Sequel ist immer noch ganz gut, wenn auch von der Story her völlig wirr und blöde, aber optisch gut gemacht und sehr unterhaltsam. Einen dritten Teil braucht’s dann aber nicht mehr. 😉

    • 24. Oktober 2009 14:54

      Du weißt aber schon, dass uns Vin Diesel nicht enttäuscht und schon zwei weitere Riddick-Filme bestätigt hat. Ob man das nun braucht oder nicht, interessiert doch keinen…

      Dazu gibt’s ja noch den Trickfilm, der zwischen den Filmen angeordnet ist sowie ein Konsolen-Spiel – alles nach dem Motto: „Riddick will never die!!!“

      • Dr. Borstel permalink
        25. Oktober 2009 10:57

        Wusste ich nicht. Muss ich auch nicht wissen. Hollywood macht doch sowieso, was es will …

      • 25. Oktober 2009 23:43

        Die Computerspiele sind aber tatsächlich sehr gut gelungen (und das ist wohl auch ein großer Verdienst vom Videospielfan Vin Diesel, der hat die Spiele produziert^^)

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