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„Geistreicher“ Enthüllungsjournalismus

23. August 2009

Mein zweiter Woody Allen-Film überhaupt: „Scoop – Der Knüller“ (nach „Vicky Christina Barcelona“).

Die Journalismus-Studentin Sondra (Scarlett Johansson) macht Urlaub in London. An einem Tag besucht sie die Zauber-Show des großen Splendini – alias Sidney Waterman (Woody Allen). Während dieser Show hat Sondra auf einmal Kontakt zum gerade verstorbenen Star-Journalist Joe Strombel, der ihr eine heiße Story enthüllt: Angeblich ist der reiche Adlige Peter Lyman (Hugh Jackman) der in London wütende „Tarot-Karten-Killer“. Nun soll Sondra beenden, was Strombel nicht mehr tun konnte: Lyman dingfest machen.

„Scoop“ ist eine witzige, leichte Komödie mit herrlich gut aufgelegten Schauspielern. Die Story– die „Enthüllungsjournalistin, die sich in ihr Enthüllungsopfer“ verliebt – plätschert etwas dahin. Eine Liebeskomödie will Allen aber zum Glück ja auch nicht abliefern, sondern eine Krimi-Komödie, und Sondras und Sindeys Versuche dem Adligen Lyman etwas nachzuweisen, sind einfach nur herrlich schräg.

Johansson und Jackman sind passabel, den eigentlich Ruhm erntet aber Allen selbst, der den schrulligen Zauberer abgibt, der mehr oder weniger unfreiwillig zu Sondras Beschützer und Komplize wird.

Bei diesem Film vergisst man die Zeit. Es macht einfach nur Spaß, den „Ermittlungen“ zu zu schauen. Die Musik (v.a. Klassik: „Schwanensee“, „Die Nussknacker-Suite“) lädt noch mehr dazu ein, sich in diesem Film einfach nur fallen zu lassen.

Kurzum: geniale kleine Krimi-Komödie, die aber (für mich persönlich) nur Dank Woody Allens Rolle wirklich gut funktioniert.

Wertung: 8 von 10 Punkten (witzig, spritzig und ziemlich schräg)

4 Kommentare leave one →
  1. 25. August 2009 11:29

    Ich versuche ja Woody Allen chronologisch zu sehen. Hab jetzt acht Filme, und bin erst bei 1982. Da war Scarlett Johansson noch gar nicht geboren.

    • donpozuelo permalink*
      26. August 2009 09:16

      ist vielleicht auch besser so. ich lese und höre so viel über seine alten filme. aber ehrlich gesagt, weiß ich nicht so wirklich mit welchem man anfangen sollte. irgendwelche empfehlungen??

  2. 26. August 2009 12:47

    Mein absoluter Lieblingsfilm ist Manhattan von 1979. Und ein wenig unbekanntere, wie Die letzte Nacht des Boris Gruschenko (1975) oder Innenleben (1978). Bei letzterem steht er auch nur hinter der Kamera. Bekannt und erfolgreich waren natürlich „Der Stadtneurotiker“ und „Was Sie schon immer über Sex wissen wollten…“, wobei dieser mir ein Tick zu sehr Klamauk ist. Aber wenn es nur einer sein soll, dann unbedingt „Manhattan“!!

    • donpozuelo permalink*
      26. August 2009 14:46

      alles klar. „Manhattan“ ist schon mal vorgemerkt. 🙂

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