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Hunde hinter Gitter

22. August 2009

Jetzt kommt eine wahre Premiere. Mein erster Beitrag zu einem deutschen Film. Und es hat sich wieder einmal für mich bestätigt: Ich kann mit deutschen Filmen so gut wie nichts anfangen. Keine Ahnung, woran es liegt, aber bis jetzt kann ich deutsche Filme, die ich tatsächlich gut finde, an einer Hand abzählen. Irgendwie finde ich alle anderen Filme immer lieblos und zu vorhersehbar.

So auch der Film „Underdogs“ von Jan Hinrik Drevs. Hier bekommen sechs Häftlinge die Aufgabe, Labradorwelpen zu Blindenhunden auszubilden. Unter ihnen ist auch Häftling Mosk, ein wortkarger Griesgram, der eigentlich nicht teilnehmen will. Seinen Missmut zeigt er dann auch deutlich gegenüber seiner Hündin, die er liebevoll „Hund“ nennt.

Ganz ehrlich, an und für sich ist der Film langweilig und vorhersehbar. Klar öffnet sich Mosk irgendwann dem Hund, klar entwickelt er auch Gefühle für die Direktorin Gloria und klar wird das Programm ein großer Erfolg, weil es ausgerechnet Mosk und Hund sind, die bei der Prüfung überzeugen. Regisseur Drevs versucht dann am Ende ein wenig auf die Tränendrüse zu drücken, indem der Abschied von Mosk und Hund etwas lang gezogen wird, aber auch hier bleibt alles mehr oder weniger ohne wirkliche Emotionen, weil einfach die Schauspieler nicht wirklich überzeugen können.

Einzig und allein die Hunde sind die wahren Stars und der einzige Grund, warum ich nicht schon nach 20 Minuten ausgeschaltet habe. Die drolligen Welpen sind witzig und die ersten Versuche zwischen Hunden und Häftlingen sind äußerst komisch. Aber dann, sobald die Hunde verschwinden, verschwindet auch der Charme des Films.

Wie gesagt, es kann auch daran liegen, dass ich im Allgemeinen neuen deutschen Filmen eher etwas negativ gegenüberstehe, aber „Underdogs“ hat mich nicht wirklich mitgerissen. Die Geschichte war zwar witzig, aber nicht witzig umgesetzt. Thomas Sarbacher als Mosk ist im ganzen Film wie aus Stein gemeißelt und eher eintönig. Die Musik war mir an manchen Stellen einfach zu fröhlich für einen Gefängnisfilm – auch wenn es eine Komödie sein sollte.

Wenn ihr mir vielleicht meine Abneigung gegen (neuen) deutschen Film nehmen wollt, dann schlagt mir mal was vor. (Aber bitte nicht sowas wie „Keinohrhase“ oder sonstiges!!!)

Wertung: 4 von 10 Punkten (mit Hunden toll, ohne Hunde langweilig und vorhersehbar)

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