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The Firm Is Watching You

18. August 2009

Wenn einer erfolgreich Bücher schreibt, dann kann er sich sicher sein, dass bestimmte Leute beim ihm anklopfen, um daraus einen Film machen zu können. Bei John Grisham passierte das mittlerweile 10 Mal. Und angefangen hat alles mit „Die Firma“ – Kabel 1 nach einer der besten Filme aller Zeiten.

Ob er das ist, wird sich herausstellen…

Eines macht der Film aber schon von vornherein ausgezeichnet: Werbung dafür, ein toller Student zu sein. So passiert es dem Harvard-Absolventen Mitch McDeere (Tom Cruise), dass er von mehreren renommierten Anwaltskanzleien beworben wird. Am Ende entscheidet er sich (wie sollte man es auch anders machen, wenn man so gefragt daher kommt) für eine Nobelkanzlei, die ihm das meiste Geld bietet. Doch sehr schnell muss Mitch feststellen, dass hier nicht alles Gold ist, was glänzt: mehrere Anwälte sind auf mysteriöse Weise „verstorben“, die Firma scheint mit der Mafia in Verbindung zu stehen und Mitch wird vom FBI angesprochen, um seine eigenen Firma zu verraten. Zunächst lehnt er ab, aber als er selbst und seine Frau in Gefahr geraten, entscheidet sich Mitch gegen seine Firma vorzugehen.

„Die Firma“ war 1993 ein großer Erfolg an den Kinokassen, was wohl zu großen Teilen daran gelegen haben kann, dass hier ein noch junger, gerade aufsteigender Tom Cruise die Hauptrolle spielt – noch ein bisschen wie ein kleiner Junge und doch schon fast der Action-Mann, der er später mal wird. Zusammen mit Gene Hackmann liefert der Film eine Riege guter Schauspieler, die unter der Regie von Sidney Pollack („Jenseits von Afrika“, „Die Dolmetscherin“) einen spannenden Film liefern, der mit einigen aufregenden Wendungen aufwartet.

Ich kenne leider nicht die Literaturvorlage, weswegen ich hier keine Rückschlüsse ziehen kann, wie gut oder schlecht das Buch umgesetzt wurde. Aber im Großen und Ganzen treibt Pollack die Story um Verrat gut voran. Dabei empfand ich die Wahl des Soundtracks teilweise nicht besonders förderlich für die Spannung selbst.

Und die Figur des Mitch ist auch etwas schwierig zu bewerten: Der ganze Film liefert gute Charaktere, die alle schnell zu zuordnen und einzuschätzen sind. Aber mit Mitch ist das etwas anderes – immerhin ist er der Held der Geschichte. Seine Mauserung vom blauäugigen Harvard-Nerd zum hinterlistigen Pokerspieler, der sowohl FBI, seine Firma und Mafia an der Nase rumführt, war für meinen Geschmack etwas zu dick aufgetragen. Gerade am Ende, wenn der gute Mitch es alles noch so hinbiegt, dass seine Anwaltslizenz nicht in Gefahr ist, habe ich mich gefragt, wie realistisch die Figur wirklich ist – wahrscheinlich nicht sehr.

„Die Firma“ ist zwar nicht einer der besten Filme aller Zeiten, ich würde ihn aber immer noch vielen anderen Thrillern von heute vorziehen.

Wertung: 7 von 10 Punkten (spannend inszenierter Thriller mit Babyface Cruise)

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