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Star Wars NERDS

7. August 2009

Ich gehöre zu den Menschen auf dieser Erde, die die alten drei Star Wars-Filme verehren, die aber mit den neuen Filmen rein gar nichts anfangen können.

Deswegen gehöre ich auch nicht unbedingt zu der eigentlichen Zielgruppe von Kyle Newmans Film „Fanboys“. Hier geht es nämlich um vier Freunde im Jahr 1998. Alle vier sind seit je her große Star Wars-Fans (wohlgemerkt die alten Streifen). Einer von ihnen ist tot krank, weswegen sie sich entschließen einen Road-Trip zu starten. Ziel der großen Fahrt nach Kalifornien ist der Einbruch in George Lucas‘ Skywalker-Ranch, um dort Monate vor allen anderen Episode Eins zu sehen, damit der totkranke Star-Wars-Fan es noch mit erleben kann (wie eine der größten Sagas langsam untergeht).

„Fanboys“ ist nicht wirklich super-witzig, sondern nur teilweise irgendwo zwischendurch witzig. Mit den Charakteren kann man sich wohl wirklich nur identifizieren, wenn man selbst vor den Kinos gezeltet hat, um einer der ersten zu sein, der die Fortführung (besser: den Anfang) der Saga sehen kann.

Angeblich soll George Lucas den Film gesehen und seine Zustimmung gegeben haben (so durfte der Regisseur des Films sogar die Original-Soundeffekte verwenden). Aber wenn Lucas diesen Film wirklich gut fand, ist das vielleicht ein weiteres Zeichen für „geistigen“ Verfall – ich meine, wer selbst die Wiederauferstehung von „Indiana Jones“ mit irgendwelchen Alien-Geschichten versaut… ui ui ui.

„Fanboys“ will ein Road-Trip-Movie sein, aber so wirklich viel mit Road-Trip ist da auch nicht. Die Story fließt relativ zähflüssig dahin, die Seitenhiebe auf „Star Trek“ zünden auch nicht richtig (trotz des Gastauftritts von William Shatner) und auch so ist es eher eine teils sehr witzlose Komödie. Das kann auch nicht durch die zahlreichen Gastauftritte gerettet werden – obwohl das Wiedersehen mit Carrie Fisher (a.k.a. Princess Leia) toll war.

Keyman will sich vor Lucas verbeugen (oder ihm in den Allerwertesten kriechen ???) und das gelingt ihm. Allerdings schränkt sich der Film so sehr stark auf Leute ein, die ähnlich empfinden und den bärtigen Erfinder der Weltraum-Saga genauso verehren.

Einzig der Schluss hat mich wirklich entschädigt: Nach ihrer langen Odyssee sitzen die Freunde (minus einen Totkranken, der nun ja fehlt) im Kino zur Premiere von Episode Eins. Und dann kommt von einem die glorreiche Frage: „Und was, wenn der Film total schlecht ist?“ Schwarze Leinwand – Ende – und mein erster richtiger Lacher im ganzen Film.

Wertung: 4 von 10 (tatsächlich eher was für Star-Wars-Nerds)

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