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Kriegsspielchen

9. Juli 2009

Was erwartet man, wenn man hört, dass in einem Film sowohl Jet Li als auch Jason Statham mitspielen? Nun, Jet Li steht für geniales Martial-Arts, während Jason Statham für geniale Action steht. Eigentlich eine interessante Kombination also. Möchte man meinen. Und aus diesem Grund habe ich mich vor den Fernseher gesetzt und die DVD von „War“ angemacht.

Statham spielt hier den FBI-Agenten Crawford, dessen Partner durch den mysteriösen Auftragskiller Rouge getötet wurde. Drei Jahre nach dem Mord taucht Rouge (Jet Li) wieder auf – allerdings hat er dieses Mal eigene, etwas undurchsichtige Pläne, denn er zettelt einen Krieg (daher der so passende Titel des Films) zwischen den Triaden und den Yakuza an.

„War“ hätte so vieles sein können und wird nichts davon…

  1. Der Kampf der Mafia-Bosse verliert sich in Unübersichtlichkeit. Es sterben einfach ständig mehr Leute, und wenn nicht zwischendurch einer sagen würde, welche Leute gerade gestorben sind, hätte man wohl echt Schwierigkeiten mitzukommen.
  2. Die „überraschende“ Wendung des Films überrascht für 2 Sekunden und fordert den Zuschauer anschließend einfach nur zum Kopfschütteln auf.
  3. Das Schlimmste aber ist die Tatsache, dass Regisseur Atwell seine Hauptakteure einfach nicht von der Leine lässt. Statham jagt verzweifelt hinter Rouge her, und Jet Li versucht sich als „Leon der Profi“ mit den für ihn eher untypischen Waffen in der Hand. Auf einen wirklichen guten Fight zwischen Statham und Li wartet man hier vergebens. Wenn er dann zum Ende des Films kommt, ist er zu schnell wieder vorbei.

Also, was schließen wir daraus? Kein guter US-Cop-Yakuza-Mafia-Film (wer das will, dem empfehle ich „Black Rain“), kein guter Rache-Film (auch hier empfehle ich eher sowas wie „Mann unter Feuer“) und auch kein guter Martial-Arts-Film (da sucht euch einfach was aus – „Kiss of the Dragon“ oder „The One“ sind da wesentlich bessere Jet Li-Filme). Eigentlich echt schade…

Wertung: 5 von 10 Punkten (wenn man schon zwei Kampfhunde aufeinander loslässt, dann sollte man sie auch wirklich kämpfen lassen – die beiden hier schnuppern sich nur gegenseitig vorsichtig an)

2 Kommentare leave one →
  1. 3. Juni 2011 07:43

    Jet Li hätte ohnehin nie nach Hollywood gehen sollen. The One war noch okay…aber ansonsten? Eher nichts. In seinen chinesischen Filmen blüht er wesentlich mehr auf.

    • donpozuelo permalink*
      3. Juni 2011 11:13

      Das stimmt. In den Hollywood-Streifen wird er immer zum schweigenden Kämpfer degradiert. Da gefällt er mir in seinen anderen Rollen auch tausendmal besser…

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