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„Thriller“ für Arme

3. Juli 2009

Es tut mir ja Leid, dass ich jetzt hier mit einem Michael Jackson-Song komme, aber tatsächlich: Bevor ich ins Kino ging, konnte ich noch das meisterhafte Video zu Jacksons Song „Thriller“ auf MTV bewundern.

Diese Bildern blieben mir im Kopf, als ich anschließend im Kino saß und mir „Haus der Dämonen“ ansah. Auch hier tauchen ein paar Untote wieder auf, die leider sogar etwas schlechter geschminkt waren als Michaels Zombies.

Aber fangen wir von vorne an….

„Das Haus der Dämonen“ ist (angeblich) nach einer wahren Begebenheit. Deswegen dürfen wir das am Anfang auch noch mal weiß auf schwarz lesen, und deswegen fängt der Film auch als Pseudo-Dokumentation an (der Versuch, uns hier dadurch Angst zu machen, dass dies eine wahre Begebenheit ist, schlägt fehl – aber netter Versuch). Es geht hier um eine Familie, die aufgrund des an Krebs erkrankten Sohnes in ein Haus in der Nähe des Krankenhauses ziehen. In diesem Haus passieren aber gerade dem Jungen immer mehr und mehr merkwürdige Dinge, die sich bald auch den anderen Hausbewohnern offenbaren.

Anfangs dachte ich ja noch, es wäre ein gewöhnlicher 08-15-Horrorstreifen über ein Spukhaus, aber dieser Film ist sogar noch schlechter als das. Die Story rund um Seancen, Nekromantie und rachesüchtige Geister fesselt einen überhaupt nicht. Die Schockmomente sind wie immer absolut hervorsehbar, die Effekte (vor allem das Ektoplasma – das hier nicht mal a la „Ghostbusters“ schön schleimig und grün daher kommt) sind langweilig und dem Film fehlt die Spannung. Dazu kommen Figuren, mit denen man nicht wirklich mitfiebern kann. Außerdem ist die Lösung des Problems wieder so herrlich stupide, dass es eigentlich schon weh tut.

Als Beispiel dafür, sei der Priester erwähnt, der das Haus reinigen will: Dazu rennt er mit einem magnetischen Kreuz durch die Gegend und erzählt so Sachen wie: „Ja, das Eisen in den Gefängnissen ist ja nicht nur da, um Gefangene einzusperren, sondern dient auch als Barriere für das Böse“. Schnarch… der nächste, bitte.

Also, bitte, bitte, bitte, spart euch das Geld oder geht die tausenste Fortsetzung von „Ice Age“ angucken, aber „Das Haus der Dämonen“ ist leider reine Zeitverschwendung.

Wertung: 2 von 10 Punkten (langweiliger geht es kaum noch)

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