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Lass den Richtigen rein

20. Juni 2009

Wow!

Um es noch einmal zu wiederholen: Wow!

Es gibt gute Vampirfilme und es gibt schlechte Vampirfilme, und dann gibt es noch richtig, richtig schlechte Vampirfilme. Und alle Jubeljahre kommt dann ein richtig, richtig guter Vampirfilm. Und einer der besten Vampirfilme, ist der Film des Schweden Tomas Alfredson „So finster die Nacht“.

Oskar ist 12, seine Eltern leben getrennt, er ist ein Außenseiter und wird in der Schule von einer Gruppe von Jungs kräftig aufgemischt. Eli ist ebenfalls 12 und lebt mit ihrem Vater seit kurzem direkt neben Oskar. Mit der Zeit kommen sich die beiden etwas näher und werden Freunde. Und nur langsam wird Oskar klar, dass Eli anders ist als andere: Eli ist ein Vampir.

In erster Linie könnte man „So finster die Nacht“ als einen romantischen Film beschreiben, der zwei sehr außergewöhnliche Außenseiter zusammenführt. Außergewöhnlich wird es, wenn Eli nachts nach Blut dürstet und Oskars kleines Städtchen in eine Mordserie führt. Aber selbst dann stehen immer noch Oskar und Eli im Vordergrund. Regisseur Alfredson gelingt es dabei sehr grazil, die Liebe der beiden Kinder vor dem Hintergrund des Mordens darzustellen. Es ist sehr anrührend, mit anzusehen, wie Oskar und Eli sich langsam näher kommen.

Optisch gesehen ist „So finster die Nacht“ kalt und blutleer – ständig ist es dunkel, ständig leuchtet weißer Schnee unter irgendwelchen Laternen. Und blutleer ist auch Elis hübsches Gesicht, das nur aufhellt, wenn sie mit Oskar zusammen ist. Alfredson verbindet grandios Liebesgeschichte mit Horror-Thriller, ohne dabei in Vampir-Romantik abzudriften (sowie zum Beispiel in „Interview mit einem Vampir“ oder „Twillight“).

„So finster die Nacht“ bringt frischen Wind in das Genre des Vampirfilms und lässt ihn zeitweise seriös wirken. Es geht nicht nur darum, hübschen Jungfrauen das Blut auszusaugen oder Blutflüsse fließen zu lassen. Wenn eine packende Story das Grundgerüst bildet, dann braucht man die Effekte nicht, sondern kann alles andere wirken lassen.

Traurig ist nur, dass jetzt schon feststeht, dass die Amerikaner die Rechte gekauft haben, um eine Remake des Films zu drehen. Da frage ich mich nur: Warum, warum, warum??? Das kann einfach nicht gut werden. Manchmal frage ich mich, was für Komplexe in der Filmmetropole Hollywood vorherrschen, dass quasi jeder erfolgreiche ausländische Film sofort ein amerikanisches Remake braucht???

Wertung: 9, 5 von 10 Punkten (für mich jetzt schon ein Klassiker des Genres)

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11 Kommentare leave one →
  1. luzifel permalink
    23. Juni 2009 17:25

    Alter Schwede.. Da schließe ich mich an: WOW! Brillianter Film, schöne Umsetzung, toll gemachter Spannungsbogen, supergeiles Ende und echt der geilste Vampirfilm den ich kenne.. Und dabei so bodenständig.. *schwärm* 9,5 vom 10 ist echt gerechtfertigt..

  2. 22. September 2010 05:04

    Jap kann ich nur zustimmen, wirst du das Remake mit „Hitgirl Chlée Mortez auch zu Gemüte führen?

    • donpozuelo permalink*
      22. September 2010 06:30

      Definitiv nicht. Wozu auch??? Das Original ist nicht zu übertreffen.

  3. donpozuelo permalink*
    22. September 2010 10:51

    Aber so richtig böse wahrscheinlich. Obwohl… wenn man das Original nicht kennt, könnte es vielleicht gar nicht so schlecht sein. Wir kennen ja aber zum Glück das Original!!!

  4. 22. September 2010 13:52

    Solange es nicht wie Twilight wird ;P

Trackbacks

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