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Respektiert die Hölle… äh, Höhle!

17. Juni 2009

Ok, ich gebe zu, als ich die DVD zu „The Cave“ in der Hand gehalten habe und mir auf der Rückseite durchgelesen habe, worum es geht, musste ich zwangsläufig an „The Descent“ denken. Genau wie dort, begleiten wir in „The Cave“ eine Gruppe von Höhlenforschern in eine riesige unterirdische Höhle. Und genau wie in „The Descent“ wird gleich zu Beginn der Rückweg versperrt und den Höhlenforschern wird auch schnell klar, dass sie dort in der Dunkelheit nicht ganz so allein sind, wie sie gedacht haben. Aber damit hören die groben Gemeinsamkeiten schon auf.

„The Cave“ ist nämlich neben einem Horrorstreifen auch ein Bergsteiger- und Taucherdrama. Ein Großteil des Teams ist auf Unterwasserhöhlen spezialisiert, und da sich in „The Cave“ sehr viel Wasser gesammelt hat, wird auch viel geschwommen und getaucht. Und genau das verdoppelt im Film noch einmal die Spannung – nicht nur dass sich die Leute durch enge Schächte quetschen oder Steilwände erklimmen, nein, sie durchschwimmen auch unterirdische Flüsse und Seen. Und Wasser ist immer irgendwie unheimlich – man sieht nicht was unter einem ist. Und „The Cave“ bietet einiges, was „unter einem ist“. Dabei verzichtet der Film größtenteils darauf, uns direkt zu schocken, sondern konzentriert sich darauf, uns nur Bruchstücke sehen zu lassen oder manchmal auch gar nichts.

„The Cave“ ist ein Horrorfilm, der sein atmosphärisches und düsteres Setting perfekt einsetzt. Die unterirdische Höhlenwelt ist wirklich beeindruckend anzuschauen und liefert den perfekten Schauplatz für einen Horrorfilm. Und: anders als bei „The Descent“ wurde „The Cave“ auch in einer echten Höhlen gedreht und nicht einfach nur im Studio.

Neben der Angst vor den unbekannten Viechern in der Höhle kommen noch Streitigkeiten unter den Forschern dazu, die natürlich vor allem durch die US-filmtypischen „tough guys“ ausgetragen werden und die fast immer dafür bezahlen müssen.

Die Story ist mitreißend, der Spannungsbogen kontinuierlich – ein extrem spannender Film, der einen wirklich fesselt. Was diesem Film wahrscheinlich extrem geschadet hat, war der fast zeitgleiche Veröffentlichungstermin 2005 mit „The Descent“. „The Descent“ ist in der Hinsicht besser geraten, weil sie auf zu starke Stereotypisierung verzichten (was vor allem daran liegt, dass es sich nur um Frauen handelt), während sich „The Cave“ schon eher an einigen typischen Horrorfilm-Figuren orientiert. Nichtsdestotrotz ist auch dieser Film interessant – nicht nur für Fans von „The Descent“ (obwohl die wiederum mehr Spaß daran haben werden, die Parallelen zwischen beiden Filmen herauszufiltern).

Wertung: 8 von 10 Punkten (düster, beengt und unheimlich – das perfekte Höhlen-Feeling)

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