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Essen, Trinken und Liebe machen

15. Mai 2009

Das sind doch wohl drei Dinge, die ein Wochenende interessant machen können. Oder etwa nicht? In Woody Allens „Vicky Christina Barcelona“ bekommen zwei amerikanische Touristinnen in Barcelona genau solch ein Angebot von einem spanischen Künstler. Welche Auswirkungen dieses Angebot auf die beiden Freundinnen hat, die Suche auf die Antwort zur Frage: „Was ist Liebe?“ und warum eine hübsche Ex-Frau nicht die beste Dreierbeziehung aufbaut, zeigt uns Allen in diesem wunderbar leichtfüßigen Film.

Mit einer Leichtigkeit gelingt es ihm, die Story voranzutreiben. Der Soundtrack aus spanischen Gitarren, witzige Dialoge, ein Hauch von Erotik (vor allem wieder mal die anbetungswürdige Penelope Cruz) und das bekanntes Verwirrspiel in Sachen Liebe machen „Vicky Christina Barcelona“ zu einem echt gelungenen Film. Die satten warmen Farben schenken dem Zuschauer den Glauben, selbst anwesend zu sein.

Das einzige, was ich bei diesem Film etwas gewöhnungsbedürftig finde, ist der Erzähler, der uns die Geschichte erzählt. Aber gut, damit kommt man nach einer Weile auch zurecht – denn Woody Allen erzählt seine Geschichte so glaubwürdig und mit soviel Intensivität, dass man sich einfach nur darin verliert. Dazu kommt noch – und das ist jetzt meine ganz persönliche Meinung – die spanische Sprache: Wenn Javier Bardem (der Fiesling aus „No Country for Old Men“) und Penelope Cruz sich streiten, ist es eigentlich egal, ob man die Untertitel mitliest oder nicht. Spanisch fluchen oder spanisch Liebe beteuern – beides hört sich toll an. Und Woody Allen hält diesen Ton den gesamten Film über durch – das liegt nicht zuletzt auch an einer wirklich tollen Besetzung in allen Rollen.

„Vicky Christina Barcelona“ ist wie ein guter Abend mit Freunden – den könnte man immer wieder wiederholen.

Wertung: 9 von 10 Punkten (einfach nur ein perfekter Filmgenuss – leicht, locker, witzig)

3 Kommentare leave one →
  1. Sebastian Schuster permalink
    16. Mai 2009 11:56

    Ein Film der seines gleichen sucht. Leichtfüßige und doch tiefgründig, verträumt und doch realistisch, Beziehungsblabla und doch interessant, erotisch und mit spannenden Wendungen :-). Lässt man sich auf die Reise der beiden Frauen, trotz eines etwas lebensfremden Angebots zu Anfang, ein, dann zieht einen der Film in seinen Bann. Ein wohliges Gefühl von Urlaub und Entdeckungsdrang stellt sich ein. Gespickt mit unerwarteten Situationen, die jeder liebend gerne auch für die nächste Reise buchen wollen wurde, war der Film erfrischen spannend entspannend.

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  2. Filmreise Etappe #9: Frauen und Koffer | Going To The Movies

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