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Citizen Dildo

8. Mai 2009

Kommen wir nun mal zu einem Film, den ich zu einem meiner absoluten Lieblingsfilme zähle und den ich schon unzählige Male gesehen habe, nur um jedes Mal wieder eine Gänsehaut zu bekommen. (Keine Angst, von meinen Lieblingsfilmen erfahrt ihr bald noch mehr.)

Es geht um Cameron Crowes „Vanilla Sky“ mit Tom Cruise, Penelope Cruz, Cameron Diaz, Kurt Russell, Jason Lee, Tilda Swinton, etc, etc…

David „Citizen Dildo“ Aames ist jung und reich. Er hat alles, was man sich nur wünschen kann, und an seinem Geburtstag (auf dem selbst Steven Spielberg auftaucht) trifft er die Frau seiner Träume Sofia (eine anbetungswürdige Penelope Cruz, deren spanischer Akzent einfach nur göttlich süß ist). Gestört wird das ganze durch Davids eifersüchtige Freundin , die zusammen mit David einen Autounfall verursacht, bei dem sie stirbt und er furchtbar entstellt wird. Was nun folgt, ist trotz allem wunderbar: Geld regiert die Welt und so kann David sich die Operationen leisten, die er braucht. Sein Leben gerät wieder in die richtigen Bahnen, seine Liebe zu Sofia lebt auf… aber jedes Glück hat seine Schattenseiten. Wie Davids Freund Brian zu sagen pflegt: „The sweet ain’t nothing without the sour.“ Und nur allzu schnell erwacht David aus seinem Traum, nur um alles in Asche liegen zu sehen. Und plötzlich sitzt er im Gefängnis und sieht sich des Mordes an Sofia angeklagt…

„Vanilla Sky“ ist das Remake des spanischen Films „Abre Los Ojos“, in dem Penelope Cruz ebenfalls mitwirkte. (Eine ausführliche Besprechung folgt). Dass merkt man dem Film in der Hinsicht an, dass es kein Hollywood-typischer Film ist. Hier überzeugt einfach alles: angefangen bei der Story, die eine Mischung aus Liebes- und Eifersuchtsdrama, Mysterythriller und Science-Fiction ist. Es geht weiter über die allesamt hervorragenden Schauspieler, bei denen die Chemie einfach stimmt: bis in die letzte kleine Nebenrolle sind alle Figuren wunderbar besetzt. Außerdem bietet „Vanilla Sky“ einen Soundtrack zum Dahinknien – von Radiohead über Peter Gabriel zu R.E.M. und Bob Dylan ist der Soundtrack abwechslungsreich und vervollständig die Bilder auf einer sehr emotionalen Ebene. Vor allem bei „Good Vibrations“ von den Beach Boys bekomme ich eine Gänsehaut.

Cameron Crowe hat hier wirklich eine Perle geschaffen, die man sich immer wieder angucken kann. (Vor allem die Anfangsszene, in der Tom Cruise allein über den New Yorker Times Square läuft, ist atemberaubend). Der Film hat für jeden Geschmack etwas, er ist ruhig und schnell an den jeweils richtigen Stellen, die Rückblenden auf Davids Leben erinnern tatsächlich ein wenig an „Citizen Kane“.

Wertung: 9 von 10 Punkten (für mich persönlich auch 10 von 10 Punkten – dieser Film stimmt einfach von vorne bis hinten. So muss Kino sein!)

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