Zum Inhalt springen

Champion City sucht den Superstar

22. April 2009

Wir befinden uns in Champion City, der Stadt des Superhelden Captain Amazing, der so gut ist, dass er quasi arbeitslos ist, weil alle Superfieslinge schon lange tot, verrückt oder eingesperrt sind. Um sein Image (und seinen Pepsi-Werbevertrag) aufrecht erhalten zu können, entschließt Amazing sich, seinen letzten Superfiesling aus dem Gefängnis zu holen: Casanova-Frankenstein. Sobald dieser aber draußen ist, gelingt es ihm Captain Amazing gefangen zu nehmen. Um seine fiesen Pläne zu durchkreuzen, braucht Champion City nun neue Helden: die „Mystery Men“.

Da hätten wir den Blauen Raja (der eigentlich grün ist), der mit Silberbesteck um sich wirft; der Schaufler, der mit einem Spaten Leute „umschaufelt“ und Mr. Furious, der verzweifelt versucht, durch Wut seine Kräfte zu entfalten. Lustig wird der ganze Film, wenn diese drei entscheiden, ein Casting durchzuführen, um Verstärkung zu bekommen. Dabei treten allerlei merkwürdige Gestalten auf wie der Balletttänzer oder eine Superheldin, die nur arbeitet, wenn sie ihre Regel hat. Am Ende dieses chaotischen Vorsprechens steht der Neuzugang fest: der Spleen (mit tötlichen Fürzen), die Bowlerin (sie bowlt perfekt, dank des Geistes ihres Vaters in der Kugel) und der Unsichtbare Bengel (der nur unsichtbar sein kann, wenn keiner hinguckt). Trainiert wird die Truppe von der Sphinx, der mit klugen Sprüchen a la Yoda versucht, die Superhelden auf ihre Aufgabe vorzubereiten: „Wer an seiner Power zweifelt, powert seinen Zweifel.“

„Mystery Men“ ist eine herrliche Parodie auf die Superhelden, ihre verrückten Gegner und die alltäglichen Probleme, die eine geheime Identität so mit sich bringt. Für einige mag dieser Film zu abgedreht sein, aber alle anderen werden an Ben Stiller (Mr. Furious) und Co. ihren Spaß haben. Die ganze Zeit habe ich mich gefragt, warum dieser Film nicht ein einziger großer Outtake war. Dass die Schauspieler bei all den dummen Sprüchen, den Kostümen und der absurden Figuren voller Ernst spielen konnten, verdient meiner Meinung nach Anerkennung. So wie „Mystery Men“ sollte eine Parodie sein. Der Film reiht sich in so klassische Parodien wie „Robin Hood – Helden in Strumpfhosen“, „Spaceballs“ oder „Austin Powers“ perfekt ein – absurde Ideen mit absurden Figuren, bei denen der Fan sofort die parodierten Superhelden erkennt.

Wertung: 8 von 10 Punkten (ablachen, ablachen, ablachen – sehr mysteriös)

No comments yet

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: