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Spieglein, Spieglein an der Wand…

28. März 2009

Nein, es geht jetzt hier nicht um Schneewittchen, sondern um den Horrorstreifen „Mirrors“ von Alexandre Aja, der Kiefer „Jack Bauer“ Sutherland das Gruseln beibringen will.

Der Film erzählt die Geschichte von Ben Carson, der Wachmann in einem abgebrannten Kaufhaus wird (erste Logikfrage, die mir kam: Wozu eine alte Ruine bewachen???). Hier gibt es unheimlich viele Spiegel, die Carson (wie schon seine Vorgänger) in den Wahnsinn treiben wollen und dabei auch nicht Halt vor seiner Familie machen. Irgendwann kommt der gute Ben aber dahinter… hinter den Spiegel und hinter die Rätsel der Spiegel.

Anfangs ist der Film tatsächlich ein guter Gruselfilm. Das Ambiente des abgebrannten Kaufhauses, mit vielen Spiegeln und noch mehr verkohlten Schaufensterpuppen hat mich sehr stark an die „Silent Hill“-Spiele für die Playstation erinnert. Nur das Taschenlampenlicht erleuchtet die Dunkelheit. (Schade nur, dass keine der Puppen sich bewegt hat – der Schocker, den man da hätte einsetzen können, ist Aja wohl nicht gekommen). Dafür sieht Ben Carson das Grauen in den Spiegeln.

Leider verlässt der Film zur Hälfte hin das gruselige Ambiente, Carson reist durchs Land, um eine Nonne aufzufinden, deren frühere Behandlung ihrer Schizophrenie Ursache für die Spiegel-Schweinereien sind. Das Finale wird dann plötzlich ein merkwürdiger „Boss-Monster-Endkampf“, in dem Ben zeigen kann, dass ein Jack Bauer in jedem von uns stecken kann. Das passt leider irgendwie überhaupt nicht mehr zu dem Film.

Und am Ende war dann da wieder dieses „Kenn ich doch irgendwo her“-Gefühl, dass zu sehr ein „Silent Hill“-Movie-Ende war.

Warum und wieso dieses Werk so ist wie es ist, wurde nicht wirklich geklärt. Aber da ich dieses Mal den Abspann abgewartet hatte, wurde auch das geklärt: „Mirrors“ ist ein (weiterer… gähn) Remake-Versuch eines asiatischen Schockers – dieses Mal (laut Abspann) aus Korea: „Into the Mirror“.

Wertung: 4 von 10 Punkten (der Anfang ist top, dann schwächelt es; zudem immer wieder Fragen nach dem Wieso und Warum, die keine wirkliche Antwort finden – eigentlich schade, hätte besser sein können)

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