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Sau(g)stark

13. März 2010

Um diesen Film zu mögen, muss man wirklich ein absoluter Fan der Serie sein. Da ich den Film wirklich mag, oute ich mich jetzt mal auch als totaler Fan der Serie. Eine Serie, die blöder nicht klingen könnte – weswegen ich mich immer wieder frage, wie Macher Stephen Hillenburg es jemals geschafft hat, Geld dafür zu bekommen. Ich meine, stellen wir uns mal vor, wie er die Serie vorstellt: „Also es geht um einen gelben Schwamm, der in einer Ananas unter dem Meer lebt. Er hat eine schon fast homo-erotische Freundschaft zu einem Seestern. Sein Boss ist eine durchgeknallte Krabbe, die Geld fast noch mehr liebt als Dagobert Duck und sein Mitarbeiter ist ein fast immer mies gelaunter Krake.“ Zum Glück ist Hollywood was Kinderunterhaltung angeht, scheinbar etwas großzügiger. Ansonsten hätten wir wohl niemals Bekanntschaft mit Spongebob Schwammkopf und seinen Meeresfreunden gemacht. Und weil sich die Serie so gut machte, gab es dann 2004 auch den „Spongebob Schwammkopf Film“ – den ich mir (ungelogen) zweimal im Kino angesehen habe.

Ich verstehe es natürlich, wenn ich ab morgen keine Leser mehr auf meinem  Blog vorfinde. Wie kann man mich jetzt noch ernst nehmen? Aber wer weiß, die Spongebob-Community ist groß :)

Auf jeden Fall unterscheidet sich der Film nicht sonderlich großartig von der Serie. Der fiese Plankton heckt einen fiesen Plan aus, um die Geheimformel für den Krabben-Burger zu klauen. Er stiehlt Neptuns Krone und schiebt es Mr. Krabs unter. Der wird daraufhin vereist und Spongebob und Patrick bekommen sechs Tage Zeit, um die Krone zurückzuholen.

Es gibt im Film die typischen Weichei-Gags (vor allem die „Tauben Nüßchen“), aber es gibt auch dramatische und nachdenkliche Momente, wenn deutlich wird, dass es egal ist, wie man ist, Hauptsache, man steht dazu. Dennoch spielt der Film sehr schön mit vielen Klischees herum, an denen sich auch Erwachsene noch erfreuen können – vor allem dann, wenn es darum geht, Männlichkeit zu definieren. Der Zauber der Meerjungfrau geht zumindest so weit, dass Spongebob und Patrick einen Schnauzer bekommen – zwar falsch und aus Algen, aber für die beiden „Helden“ reicht das aus, um sich männlicher als der männlichste Mann zu fühlen.

„Der Spongebob Schwammkopf Film“ ist herrliches Abschalt-Kino. Mit zu viel Denken darf man an den Film auch nicht heran gehen, sonst versaut man sich einfach alles. Wie in der Serie auch werden hin und wieder Realfilm mit Zeichentrick verbunden und so beschert uns „Der Spongebobg Film“ den wohl geilsten Gastauftritt überhaupt: Nachdem Spongebob und Patrick die Krone zurückbekommen haben, brauchen sie Hilfe um nach Hause zu kommen. Und dann geschieht etwas, was man nicht für möglich halten sollte: in bester „Baywatch“-Manier – Zeitlupe und all das – läuft da David-Fucking-Hasselhoff in seiner roten Badehose und mit seiner roten Boje auf die beiden Helden zu und bringt sie sicher nach Hause. Das ist ein Stück Kino-Geschichte, wie es kaputter nicht sein könnte. Und es macht auch noch Spaß.

Aber wie ich oben schon angedeutet habe, man muss wirklich den Humor der Serie mögen, um dem Schwammkopf-Film auch nur ein Fünkchen Unterhaltsamkeit abgewinnen zu können. Ansonsten würde man sich nach 5 Minuten schon wünschen, man wäre lieber tot vorm Kino als drinnen. Egal, ich liebe den Schwamm und auch den Film. Die Serie schleift sich zwar mittlerweile auch durch die zig tausendste Wiederholung, aber hey, den wahren Fan kann das nicht verjagen.

Wertung: 8 von 10 Punkten (einfach nur schrill, skurril und schwamm-tastisch – für jeden Fan der Serie ein Muss. Alle anderen sollten lieber einen großen Bogen machen, es sei denn, sie stehen auf so was :) )

8 Kommentare Eins hinterlassen →
  1. 13. März 2010 20:51

    Also, wenn Zeichentrick dann entweder Disney oder Simpsons/Futurama aber doch nicht sowas!!! ;-)
    Ich habe und werde weiterhin einen großen Bogen um Serie und Film machen.

    • donpozuelo Permalink*
      14. März 2010 11:43

      Wir sind ein freies Land :) jeder kann machen, wozu er lust hat

  2. 14. März 2010 11:52

    Aua. :mrgreen:

    • donpozuelo Permalink*
      14. März 2010 13:57

      Tut mir Leid :)

      aber irgendwie auch nicht :P

      • 16. März 2010 18:12

        Du darfst ja gerne schauen, was immer du willst. Nur hätte ich so was hier einfach nicht erwartet. ;-)

  3. 14. März 2010 13:49

    Spongebob ist genial, kultig, albern, tiefsinnig, grotesk, surreal, schwachsinnig … und macht einfach Spaß! :D
    Allerdings finde ich die älteren Folgen am Besten.

    Mal ne Frage: Hast du den Film im Original oder auf Deutsch gesehen? Mich würde mal interessieren, welche Stimmen du besser findest. Ich habe nur kurz mal diesen Making-Of-Film gesehen, und ich finde den deutschen SB-Sprecher irgendwie besser. Leider erkenne ich die Stimme auch immer sofort wieder, wenn er mal eine Nebenrolle in einer Realserie spielt.

    • donpozuelo Permalink*
      14. März 2010 13:58

      Ja, die alten Folgen sind wirklich besser.

      Und auch bei der Synchro stimme ich dir zu. Ich habe den Schwammkopf auch nur einmal auf Englisch versucht und fand die Stimmen durchweg gruselig. Da sind die deutschen Sprecher irgendwie wirklich mal passender…

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